Stark in die Zukunft

Pastoralplan in Lippetal in Kraft gesetzt

46 Pinguine trugen die Stärken und Begabungen der Gruppen und Verbände zusammen. Foto: Hildegard Giepen

 

Lippetal-Herzfeld. Mit tierischer Unterstützung wurde in der St.-Ida-Basilika in Herzfeld der Pastoralplan für die beiden Gemeinden St. Ida Herzfeld und Lippborg im Bistum Münster, sowie Jesus Christus Lippetal im Erzbistum Paderborn mit einer Festmesse in Kraft gesetzt: Pinguine zierten die Kirche.

von Ann-Christin Ladermann

Die 46 bunt gestalteten Pinguine waren keine spontane Idee: Mit der Fertigstellung des Pastoralplanes endete auch das sogenannte „Pin­guin-­Projekt“. „Den Satz: ‚Früher war alles besser.‘, konnte ich nicht mehr hören“, erklärt Pfarrer Jochen Kosmann von der Gemeinde St. Ida Herzfeld und Lippborg. Statt in die Vergangenheit zu blicken, gelte es, die Zukunft zu gestalten. „Es geht um einen Perspektivwechsel, eine umgekehrte Blickrichtung“, sagt er. Denn beim Pinguin-Projekt stünden nicht die Defizite, sondern die Stärken im Vordergrund.

Als Anregung diente eine im Pinguin-Ei enthaltene DVD mit einem Video des Kabarettisten Eckart von Hirschhausen: „Die Tiere sind unbeholfen an Land, aber flink im Wasser. Ich möchte auf den Pinguin in uns allen hinweisen. Man solle seine Stärken kennen und nutzen lernen.“ Dieses Zitat ließ die Gruppen und Verbände über ihre Stärken und Begabungen nachdenken. Die jeweiligen Ergebnisse brachten sie dann auf einem Holzpinguin zum Ausdruck.

Eine gute Gelegenheit über das nachzudenken, was im Alltag oft zu kurz kommt, meint auch Silke Feldmann. Die 40-Jährige betreut mit drei weiteren Frauen die jährliche Sternsinger-Aktion der Gemeinde. „Am Anfang war ich noch skeptisch und habe vor allem an die Mehrarbeit gedacht, aber es hat sich gelohnt, denn uns ist bewusst geworden, was uns als Team auszeichnet“, lautete das Fazit der Ehrenamtlerin. Neben einem roten Gewand und einer Krone erhielt der Pinguin mehrere Sterne mit den Stärken der Gruppe. „Solidarität“, „Segen bringen“, „Spaß“ und ein „Ohne Euch gehts nicht“ für die Ehrenamtlichen zieren nun die Holzfigur.

Als Erfolg bewertet auch Pfarrer Kosmann die Aktion im Rahmen des Pastoralplans, betont aber: „Der Pinguin ist kein Selbstzweck, sondern ein Transportmittel und somit Bote einer Idee.“ Im Zentrum des Projekts stünde das Anliegen, die Gruppen mit Blick auf die jeweiligen Begabungen zu stärken, damit diese bewusst danach handeln könnten.

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