Segen für eine unfallfreie Saison

Dritter ökumenischer Biker-Gottesdienst in Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück (wl). „Aller guten Dinge sind drei!“ So lautete das Motto des dritten ökumenischen Biker-Gottesdienstes in Wiedenbrück. Nach dem großen Erfolg der letzten beiden Jahre hatten die evangelische Versöhnungskirchengemeinde und der katholische Pastoralverbund Reckenberg wieder dazu eingeladen – auf Anregung des Feuerwehrmannes und Bikers Sebastian Gehle.

Nach der Segnung der Motorräder und ihrer Fahrer (v. l.): Pfarrer Marco Beuermann, Sebastian Gehle und Pastor Rüdiger Rasche. Foto: Leskovsek

 

„Einige Motorradfahrer hatten schon im Winter angefragt, ob sie und ihre PS-starken Maschinen wieder für die Sommermonate gesegnet würden“, erzählt Pastor Rüdiger Rasche. Gern sei er zusammen mit seinem Kollegen Pfarrer Marco Beuermann von der evangelischen Kirche dieser Bitte nachgekommen. Schließlich sei es auch für sie keine alltägliche Segnung, „aber eine tolle Sache“, betonten beide einstimmig.

Der ökumenische Gottesdienst in der St.-Pius-Kirche wurde von der Musikgruppe „M.A.U.“ musikalisch ausgestaltet. Mit Liedern wie „Du bist das Licht“ von Gregor Meyle oder „Verdammter Kerl“ von Klaus Lage wurde das Thema Motorradfahren perfekt aufgegriffen. Es wurde auch derer gedacht, die im letzten Jahr noch dabei waren und nun wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr unter den Gottesdienstbesuchern weilten.

Pfarrer Beuermann betonte, dass das diesjährige Motto nicht nur damit zu tun habe, dass es der dritte Biker-­Gottes­dienst in Folge sei, sondern auch mit drei wichtigen Begriffen, an die Biker immer denken sollten. Das sei die Geduld, die manchmal auf die Probe gestellt werde. Die Orientierung, denn eine gute Planung sei nicht nur bei Ausfahrten, sondern auch im Leben wichtig. Ferner dürfe die Dankbarkeit nicht vergessen werden für die Lebenslust beim Motorradfahren und für die Natur, die man dabei sehr nah erleben könne. Die drei Anfangsbuchstaben ergeben das englische Wort für Gott „God“. Beuermann machte deutlich, dass Gott zwar seine Schutzengel schicke, man seine Güte aber nicht ausnützen dürfe. Die Segnung sei kein Freibrief für ein unfallfreies Fahren. „Er lässt sich nicht auf die Schippe nehmen. Für eine sichere Fahrt sind wir alle selber durch vorausschauendes Fahren und Rücksichtnahme verantwortlich“, mahnte er die 53 anwesenden Motorradfahrer.

Anschließend baten Beuermann und Rasche darum, dass Gott den Bikern ein offenes Herz schenke, einen gesunden Menschenverstand, sichere Straßen, immer einen passenden Ausweg, wenn es mal eng wird, nach dem Tanken noch einen Euro in der Tasche und die Freude am Gutes tun.

Danach segnete Pastor Rüdiger Rasche die Fahrer und ihre die Motorräder, die frisch geputzt und schön aufgereiht auf dem Kirchenvorplatz standen. Sebastian Gehle führte dann die gemeinsame Ausfahrt rund um Wiedenbrück an, bevor alle an der Kreuzkirche beim Grill-Treff noch gesellig beieinander saßen.

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