Nicht nur im Advent

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Die diesjährige Adveniat-Aktion ist am ersten Adventssonntag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Wiesbadener Jugendkirche „Kana“ eröffnet worden. Der Ort war richtig gut gewählt. Denn das diesjährige Motto lautet: „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“.

Jeronico Muel Osorio, ein junger Mann, den Adveniat in seiner Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, unterstützt.

 

Bei diesem Gottesdienst lenkte das Lateinamerika-Hilfswerk den Blick auf die oft durch Chancenlosigkeit und Gewalt geprägte Lage der jungen Menschen in Lateinamerika und in der Karibik.

Auch wir informieren mit dem Titelthema in dieser Ausgabe über dieses wichtige Anliegen. Hoffnung und Gerechtigkeit sind nicht nur zentrale Aspekte der diesjährigen Adveniat-Aktion – es sind zudem adventliche Themen. Denn mit der bevorstehenden Ankunft Jesu haben die Menschen seit jeher die Hoffnung auf eine gerechte Welt gerichtet. Besonders deutlich wird dies im Magnifikat, dem Lobgesang Mariens.

Wie wenig Hoffnung viele Menschen aktuell in Latein- und Mittelamerika haben, zeigen die Flüchtlingsströme, die sich in Richtung USA bewegen. Mütter und Väter sehen kaum noch Chancen für ihre Kinder in der Heimat. Die katholische Kirche versucht, mit zahlreichen Initiativen vor allem Heranwachsenden zu helfen. Dafür braucht die Kirche in Südamerika unsere Unterstützung.

Manche Ortskirchen in Latein- und Mittelamerika haben zwar in diesem Jahr negative Schlagzeilen gemacht. Das sollte die Spendenbereitschaft für Adveniat jedoch nicht trüben. Denn die Jugend, um die es bei der Adveniat-­Aktion geht, braucht Hoffnung und Gerechtigkeit – nicht nur im Advent!

In der Printausgabe des Dom Nr. 49 vom 9. Dezember 2018 finden SIse weitere Berichte und Fotos zur Adveniat-Aktion. Einen Beitrag können Sie hier lesen.

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