Impulse für den Chorgesang

80 Sängerinnen und Sänger meisterten bei der Liederwerkstatt eine anspruchsvolle Aufgabe

Iserlohn (JK). Neue Impulse für den Chorgesang in ihren Gemeinden nahmen die 80 Teilnehmer der Liederwerkstatt mit nach Hause, zu denen sie von Komponist, Liedermacher und Bandleader Gregor Linßen inspiriert wurden. „Ich bin kein Kirchenmusiker, sondern ein Musiker in der Kirche“, stellte sich dieser den Sängern aus Iserlohn, Hemer, Balve, Letmathe, Menden, Hagen und auch Siegen vor.

Gregor Linßen am Klavier leitete die Liederwerkstatt. Fotos: Kolossa

 

Seit 1985 ist er musikalisch tätig, und hat sich einen Namen gemacht als musikalischer Leiter für Chorwochenenden und für Großprojekte und internationale Wallfahrten. In seinem Studio entstanden die Hymne des Weltjugendtages 2005 „Venimus adorare eum“ und Lieder für Katholikentage. Thema der Iserlohner Liederwerkstatt war die Erarbeitung seiner 2009 herausgegebenen liturgischen Liedersammlung „Kommt und seht“, wobei sich die Sänger neben der He­rausforderung des Einstudierens auch jener der Aufführung in der St.-Aloysius-Kirche mit der Band AMI stellten.

Zu Beginn dieser Veranstaltung galt es aber, sich einzusingen. Und dieses fand vor dem Forum St. Pankratius statt. Gregor Linßen stellte sowohl dort als auch drinnen am Flügel seine Qualitäten als Leiter dieses Projektchores unter Beweis. Dem Sopran, Alt, Tenor oder Bass gab er wertvolle Informationen für die einzelnen Passagen der Partituren an die Hand, damit die gemeinsam gesungene Chorpartitur nach und nach an Qualität gewannen. Ihm saßen lernbegierige „Schüler“ gegenüber, die ihre Erfahrungen aus der Chorarbeit in ihren Gemeinden mit einbrachten – die jüngsten Teilnehmer waren 14 Jahre alt. Und auch Dekanatskirchenmusiker Christopher Brauckmann sowie Dana Stolte, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie, nahmen teil.

Die Aufgabe, der sich alle stellten, war dabei anspruchsvoll – innerhalb von sechs Stunden die für die Sänger bisher unbekannten Lieder von „Kommt und seht“ zu proben, um diese als Chor in der St.-Aloysius-Kirche zu singen. Dazu wurden sie von der Band AMI begleitet, die 1993 von Linßen gegründet wurde. Es war ein Ereignis für alle, in dieser Zusammensetzung in diesem Gotteshaus aufzutreten. Jeder Mitwirkende nahm für sich viele musikalische Eindrücke mit nach Hause.

Diese Veranstaltung wurde vom Dekanat Märkisches Sauerland ausgerichtet. Finanziert wurde sie durch den Fonds für christliche Popularmusik vom Erzbistum Paderborn.

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