Hilfe für alle Zuwanderer

Caritas Werl berät nicht nur Flüchtlinge

Werl. Flüchtlingen muss geholfen werden, aber nicht nur ihnen. Aus der Europäischen Union und anderen Ländern kommen auch viele Menschen nach Deutschland, die mit dem Alltag hierzulande so ihre Probleme haben. Um allen hilfesuchenden Migranten ab 27 Jahren zu helfen, hat die Caritas Werl die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer geschaffen. Birgit Rienhoff hilft allen.

Birgit Rienhoff hilft allen. Foto: Caritas

 

„Wo kann ich Deutsch lernen?“ – „Wo bekomme ich Hilfe beim Familiennachzug?“ – „Wie und wo finde ich Arbeit?“ – „Wer hilft mir während der Schwangerschaft?“ Das sind die Fragen, die nicht nur für die Flüchtlinge in Werl extrem wichtig sind. Beratung und Hilfe brauchen auch Spätaussiedler, deren Ehegatten und Kinder, sowie Ausländer, die sich dauerhaft im Bundesgebiet aufhalten. Für all diese Menschen und alle Fragen will die Caritas im Kreis Soest mit der ,,Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) helfen.

Diplom-Sozialpädagogin Birgit Rienhoff ist die Ansprechpartnerin, die Information, Orientierung und Beratung anbietet. Ob Spracherwerb, Schule und Beruf, Ehe, Familie und Erziehung - die Liste der Punkte, die den Menschen wichtig sind und bei denen sie hilft, ist lang. Sie kann auch die Vermittlung in andere Dienste und Einrichtungen organisieren. Das Projekt „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ wird vom Bundesministerium des Inneren gefördert und bietet offene Sprechstunden, sogar in arabischer Sprache.

Diese Sprechstunden werden montags, dienstags und donnerstags von 9.30 bis 12.30 Uhr oder nach Vereinbarung im Caritas-Kaufhaus, Siederstraße 9, in Werl, angeboten. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.

Bisher nutzen fast ausschließlich Flüchtlinge das Angebot. Birgit Rienhoff möchte aber alle Migranten, auch aus dem EU-Raum, ansprechen: „Das Angebot richtet sich an erwachsene Zuwanderer über 27 Jahre. Beraten werden primär Neuzuwanderer, Spätaussiedler, deren Ehegatten und Kinder, sowie Ausländer, die sich dauerhaft in Deutschland aufhalten. Die Beratung erfolgt für diese Menschen bis zu drei Jahre nach ihrer Einreise. Außerdem sollen damit auch Flüchtlinge aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia angesprochen werden.“

„Seit dem 1. September“, sagt Birgit Rienhoff, „haben wir zu den Sprechzeiten eine arabisch sprechende Sprachmittlerin und Übersetzerin da. Das erleichtert den Austausch mit arabisch sprechenden Besuchern deutlich.“

Birgit Rienhoff, über deren Angebote Flyer in deutscher und arabischer Sprache informieren, ist unter der Nummer 01 60/96 31 37 96 zu erreichen.

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