Halt beim „Tatort“?

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Für so manchen ist Fußball eine Art Ersatzreligion. Jetzt kommt ein Wissenschaftler zu der Auffassung, dass der sonntägliche „Tatort“ die „moderne Messe“ sei.

Denn der Krimi habe inzwischen die Funktion eines „Sinnstiftungsinstruments“..

Der Besuch im Stadion, das Anschalten der „Sportschau“ am Samstagnachmittag und der „Tatort“ am Sonntagabend haben sicher eines gemeinsam: Solche Fixpunkte im Ablauf der Woche geben den Menschen Halt. Und in der Tat haben moderne Haltepunkte das ehemalige Sonntagsritual „erst Hochamt, dann Frühschoppen“ weitgehend abgelöst.

Gründe gibt es dafür sicher sehr viele. An erster Stelle steht die Verweltlichung der Gesellschaft. Hinzu kommt die stärkere Suche nach Unterhaltung. In diesem System muss die Kirche ihren Weg finden.

Es wird im Erzbistum Paderborn im Zusammenhang mit dem Zukunftsbild viel Neues gestaltet. Das ist gut so. Doch bei allem, was man tut, darf die Kernbotschaft nicht vergessen werden. Denn die „Frohe Botschaft“ ist eben keine Show und kein Unterhaltungsfilm.

Diesen Artikel teilen:

Ähnliche Artikel