Gemeinsame Stärken betonen

Katholische Kindergärten in Mastholte unterstützen mit Kooperationsvertrag die Pastoral

Pfarrer Andreas Zander, Angelika Kirchhoff, Maria Held und Michael Wolf (v. l.) unterzeichneten den Kooperationsvertrag.

 

Rietberg-Mastholte. Der Kindergarten St. Jakobus in Mastholte und der katholische Kindergarten Mastholte-­Süd arbeiten schon seit Langem erfolgreich zusammen. Um diese Kooperation in Zukunft weiter auszubauen und auf eine stabile Basis zu stellen, wurde jetzt ein Kooperationsvertrag zwischen den beiden Einrichtungen geschlossen. Schon die erste offizielle gemeinsame Veranstaltung machte deutlich, wer von der verstärkten Zusammenarbeit in erster Linie profitieren soll: Die Kinder aus beiden Einrichtungen erlebten in der Mastholter Kirche ein begeisterndes Konzert mit dem christlichen Liedermacher Jörg Sollbach aus Siegen.

Schon eine Viertelstunde vor Beginn ist die Jakobus-Kirche gut gefüllt. Die ersten Bankreihen sind für die kleinen Besucher reserviert. Gespannt schauen sie immer wieder in Richtung Sakristeitür: „Wann geht es endlich los?“ Dann ist es soweit: Sollbach kommt winkend herein, begrüßt die Kinder und greift zur Gitarre.

Schnell hat der Liedermacher die Mädchen und Jungen für seine Musik begeistert: Es wird mitgesungen und -geklatscht, und wenn der Mann mit der Gitarre die Kinder auffordert, zu ihm nach vorn zu kommen, ist er im Handumdrehen von einer Schar begeisterter kleiner Fans umlagert.

Seine Lieder drehen sich um den Glauben, um das, was die Kinder wissen möchten, wo sie Antworten erwarten – immer unter dem positiven Motto „Wir sind alle Gottes Kinder!“ Dabei hat Sollbach noch einen kleinen Helfer im Gepäck: seinen Freund Fridolin, der als kleine Handpuppe auf einem Stuhl im Chorraum geduldig auf seinen Auftritt wartet. Fridolin erzählt kleine Geschichten und stellt die gleichen Fragen wie die Kinder. Die sind mit Riesenbegeisterung bei der Sache und lassen den Mann im leuchtend orangefarbenen Hemd erst nach langem Applaus und einer Zugabe von der Bühne.

Wenige Tage zuvor hatten die beiden Leiterinnen der Kindergärten, Maria Held und Angelika Kirchhoff, sowie Michael Wolf, Geschäftsführer des Trägers, der Katholischen Kindertagesstätten Minden-­Ravensberg-Lippe gem. GmbH in Bielefeld, und Pfarrer Andreas Zander als Leiter des Pastoralverbundes Rietberg-­Süd den offiziellen Vertrag unterzeichnet.

Darin ist geregelt, wie die beiden Kindergärten in Zukunft stärker kooperieren wollen – etwa durch gemeinsame Fortbildungen, regelmäßige Gespräche der Leiterinnen und pädagogische Gemeinschaftsprojekte wie das Konzert mit Jörg Sollbach. Zur Sicherung von Standort und Qualität soll bei der Gestaltung der Betreuungsangebote noch intensiver zusammengearbeitet werden. Nicht zuletzt wollen sich die Kindergärten untereinander helfen, wenn es zum Beispiel krankheitsbedingt personelle Engpässe gibt. Eine Idee, von der besonders die Eltern profitieren werden.

Diese gegenseitige Unterstützung und die Zusammenarbeit bei der pädagogischen Entwicklung trügen entscheidend dazu bei, so Maria Held, den hohen Qualitätsanspruch beider Einrichtungen dauerhaft zu sichern: „Das ist angesichts der vielen Veränderungen und permanenter Veränderungen immer wieder eine echte Herausforderung!“

Dass beide Kindergärten trotz der intensiven Kooperation ihr eigenes Profil nicht aufgeben werden, macht Angelika Kirchhoff deutlich: „Jeder hat seine eigenen Ansätze und Stärken, und das soll auch so bleiben.“ Vor dem Hintergrund, dass Kindergärten als pastorale Orte, an denen die Jüngsten religiöse Themen und Inhalte kennenlernen könnten, in Zukunft einen noch größeren Stellenwert bekämen, sei die Kooperation ein „passgenauer Schritt“, um auf diesem Weg gemeinsam voranzukommen, sind sich die Leiterinnen sicher.

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