Gelungene Integration

Gospelchor „Akuna Matata“ begeistert in der Gütersloher St.-Pankratius-Kirche

Der Gospelchor „Akuna Matata“ bewegte und begeisterte die Konzertbesucher.

 

Gütersloh. Begeisterung hat der deutsch-afrikanische Gospelchor „Akuna Matata“ bei seinem Gospelkonzert in der Gütersloher St.-Pankratius-­Kirche ausgelöst. Dem Chor gelingt es schon seit 2004, afri­kanische Asylbewerber und ihre Familien zu integrieren.

„So viel Zuspruch und Begeisterung für unsere Musik bewegt uns“, sagte Chorleiterin Hildegard Feldmeier-Vogel kurz nach dem Konzert, das der Chor in der zum Bersten gefüllten Kirche St. Pankratius auf Einladung des Hospiz- und Palliativ-Vereines Gütersloh zum Welthospiztag gab.

Mit vorwiegend afrikanischen Gospels brachten die etwa 70 Sängerinnen und Sänger in Begleitung ihrer bewährten Instrumentalisten das Lob Gottes dar und rissen die vielen Besucher in der Kirche mit. „Akuna Matata“ nahm das Publikum mit auf eine Reise auf den afrikanischen Kontinent und in die Welt des amerikanischen Gospels mit ihrer Botschaft von Jesus Christus und der Erlösung der Menschen durch den Glauben.

„Wir möchten mit unserer Musik Brücken bauen – von Mensch zu Mensch – hier spricht Seele zu Seele“, so Hildegard Feldmeier-Vogel nach dem singenden Einzug des Chores und Begrüßungsworten von Arnold Bergmann, dem Vorsitzenden des gastgebenden Hospiz- und Palliativ-­Vereines.

Schnell sprang der Funke der christlichen Musik über – die Begeisterung, Freude und das Temperament des Chores und der Solisten war ansteckend.

Kaplan Coffi Akakpo, der seit einem Jahr zu „Akuna Matata“ gehört und eine große Bereicherung für den Chor ist, eröffnete mit dem Lied „Alleluja na Yesu“ den Abend, gefolgt von herausragenden Soli von Julia Klück, Emmy Necke, Ruth Geimke-Oelmann und Cynthia Achibiri. „Senzenina“, ein Lied, das zur Zeit der Apartheid in Südafrika entstand, vorgetragen von Julia Klück mit ihrem hellen, reinen Sopran, ging den Besuchern unter die Haut. Ebenso brillierte die Sängerin mit „God is so good“, „Shine your light“ sowie ihrer Interpretation von Leonard Cohens „Halleluja“.

Zu den emotionalen Höhepunkten zählte das von Gloria Zola mit ihrem Bruder Giresse vorgetragene „Au dessus de tout“, am Klavier begleitet vom jüngeren Bruder Michee Zola. Ruth Geimke-Oelmann überzeugte mit „Bless The Lord“. Josef Wöstmann sang zu eigener Gitarrenbegleitung das Stück „Yesu melisaka“ in deutscher Übersetzung.

Der gesamte Chor lief vor allem bei den heiteren und beschwingten Stücken zur Höchstform auf, Giresse Zola forderte das Publikum zum Tanzen und Mitklatschen auf und so liefen Wellen von Bewegung und Begeisterung gleichermaßen durch die voll besetzte Kirche. Ein besonders bewegender Moment trat ein, als Kaplan Coffi Akakpo in seiner Muttersprache Mina das Vaterunser vortrug und Chor und Besucher sich an den Händen haltend in ein mehrfaches Amen einstimmten.

Mit stehenden Ovationen, der Zugabe „Aya Ngena“ und dem ausklingenden Gesang von „Asante Bwana Yesu“ (Gott wir danken Dir) beim Auszug aus der Kirche endete ein bewegender Abend für die Konzertbesucher. „Wir sind glücklich, dass unser Projekt der Integration afrikanischer Asylbewerber und ihrer Familien, der Akuna Matata seit 2004 zugrunde liegt, so gut angenommen wird“, erklärte die Chorleiterin Hildegard Feldmeier-Vogel. „Direkt nach dem Konzert haben wir wieder neue afrikanische Mitglieder gefunden.“

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