Erfrischend andere Familienkirche

Hammer Liboriuskirche als Zentrum neuen Miteinanders

Großer Andrang bei der Familienmesse in der neugestalteten Liboriuskirche in Hamm.

 

Hamm. ,,Hier ist ein Ort für neue Wege, in der Liturgie, der Musik und im Miteinander“, rief Pfarrer Ludgerus Poggel den Gläubigen zu, als er erstmals die heilige Messe in der komplett neu gestalteten Liboriuskirche auf dem Daberg zelebrierte. Ein ganzes Wochenende wurde die Eröffnung gefeiert, denn die Familienkirche soll eine wichtige Rolle im Pastoralverbund einnehmen.

Die Gemeindemitglieder bestaunten das neu gestaltete Gotteshaus: Im Rahmen des rund eine Million Euro teuren Umbaus wurden nicht nur Dach und Heizungsanlage erneuert, die Fassade gestrichen und ein barrierefreier Zugang geschaffen. Auch innen wurde alles neu gestaltet. Der Kirchenraum wurde unterteilt: Zunächst betritt der Besucher einen Vorraum, der Platz für verschiedene Veranstaltungen bietet. Daran schließt sich der Gottesdienstbereich für rund 120 Besucher an. Der weiße Anstrich gibt, zusammen mit den vergrößerten Fenstern, einen hellen, harmonischen Gesamteindruck, bei dem sich farbliche Akzente besonders abheben. So wurde ein Treffpunkt geschaffen, der Konzerten, Lesungen oder Ausstellungen offensteht.

Damit will sich der Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen auch Gästen von außen öffnen, die herzlich eingeladen seien, sich und ihre Ideen einzubringen. Wie gut diese Öffnung funktionieren kann, zeigte schon das Festwochenende: Samstag und Sonntag wurde ein Miteinander von und für alle Generationen zelebriert. Am Freitag wurde mit allen am Bau beteiligten ein Empfang in der Kirche durchgeführt.

Am Samstag war die Kirche für interessierte Besucher jeden Alters geöffnet: Zunächst wurde ein interaktives Laurentius-Musical aufgeführt, bei dem sich rund 150 Besucher aktiv einbrachten. Danach ging es mit Stockbrot backen und Sitzhocker bemalen rustikal und kreativ weiter. Abends spielte eine Band live auf, woran sich eine Party im Kreuzgang anschloss.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst mit dem Jugendchor. Es folgte ein vergnüglicher Tag in und um die Kirche. Für die Kleinsten gab es eine Vorleseecke, beim Kistenklettern konnten die Größeren ihren Mut beweisen, die Senioren bestaunten die gelungene Sanierung und ließen es sich gut gehen.

Zahlreiche Gemeindegruppen und -einrichtungen brachten sich ein, ein Puppentheater mit anschließenden Workshops amüsierte nicht nur Kinder. Am Abend endete das Fest mit einem „Mini-Lob“. Alle waren sich einig: „Hier gibt es frischen Wind!“

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