In einer plötzlichen Notsituation

SkF Detmold informiert über Vorsorgemöglichkeiten

Barbara Schultes informierte in der Detmolder Fußgängerzone über die private Vorsorge und stieß dabei auf reges Interesse.

 

Detmold. Die Vorsorge für Notsituationen interessiert die Menschen im Kreis Lippe. Als der Sozialdienst katholischer Frauen e. V. (SkF) in der Detmolder Innenstadt über Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen informierte, war die Nachfrage groß.

„Es hat sich gezeigt, dass sich viele Menschen bereits mit der privaten Vorsorge beschäftigt haben“, sagt Barbara Schultes vom Betreuungsverein des SkF. „Aber immer noch werden zu selten konkrete Maßnahmen ergriffen.“

Barbara Schultes informierte ihre Gesprächspartner über verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge für den Krankheitsfall. Die Vorsorgevollmacht regelt, wer im Fall einer Hilfsbedürftigkeit die notwendigen Entscheidungen treffen soll, wenn der Betroffene dazu selbst nicht mehr in der Lage ist. Das kann sich auf die Gesundheitsvorsorge, finanzielle Regelungen oder andere persönliche Angelegenheiten beziehen.

Bei der Betreuungsverfügung wird vorab geregelt, wer als rechtlicher Betreuer bestellt wird. Ob und wie in einer bestimmten Situation eine ärztliche Behandlung erfolgen soll, ist in der Patientenverfügung festgelegt. „Nur wer sich frühzeitig um diese Fragen kümmert, kann sich sicher sein, dass der eigene Wille von einem Bevollmächtigen umgesetzt wird. Ein Unfall kann schnell geschehen, eine Krankheit plötzlich auftreten“, sagt Barbara Schultes. Zudem muss die Wahl der bevollmächtigten Person gut bedacht sein: „Die Entscheidung setzt großes Vertrauen voraus.“

Es kommt auf die Details an. „Gerade die Patientenverfügung ist nicht unproblematisch, weil sie sehr konkret gehalten sein muss“, betont Barbara Schultes. Das war ebenfalls Thema einer Fortbildungsveranstaltung mit der Ärztin Dr. Susanne Hohlfeld, die aus medizinischer Sicht über die Patientenverfügung Auskunft gab.

Info:

Der SkF e. V. in Detmold berät Interessenten in Einzelgesprächen. Termine sind ohne Anmeldung möglich. Die Sprechstunden finden dienstags von 14.00 bis 16.30 Uhr und donnerstags von 9.00 bis 12.00 Uhr statt. (Palaisstraße 27, ­Detmold; Telefon: 0 52 31/2 99 75)

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