Eine Tankstelle für Ideen in der Flüchtlingshilfe

Trefen alle sechs Wochen

Dortmund. Ein beeindruckendes Bild vom ehrenamtlichen Engagement für Flüchtlinge bot das Gründungstreffen „Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“. Rund 50 Interessenten, Vertreter von 15 Vereinen und Verbänden, Ehrenamtliche und Hauptamtliche, waren gekommen.

„Wir haben den Eindruck, dass in den Stadtteilen viel passiert, es aber nötig ist, da­rüber hinaus ein Netzwerk zu schaffen“, begründete Pfarrer Friedrich Stiller vom Evangelischen Kirchenkreis.

2 000 Ehrenamtliche, so Ulrich Piechota vom Sozialamt der Stadt, gibt es in Dortmund, die sich für Flüchtlinge engagieren. Sie helfen bei Sprachschwierigkeiten, bieten Freizeitaktivitäten an, unterstützen traumatisierte Menschen, bauen Kleiderkammern auf oder kümmern sich um die Flüchtlinge, die in eigenen Wohnungen leben. „Ich bin immer wieder berührt, wie viele Menschen in den Einrichtungen arbeiten. Das ist fantastisch“, so Piechota.

Auch Pfarrer i. R. Paul Gerhard Stamm, der Einlader des Abends, zeigte sich beeindruckt und freute sich vor allem über das Engagement von jungen Menschen. Doch betonte er: „Wir sind jetzt an dem Punkt, dass wir Strukturen schaffen müssen.“

Nach dem Willen der Initiatoren soll das neue Netzwerk die Zentrale für die stadtweite Koordination der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe sein. „Eine Tankstelle für Ideen und Energie“, so der Kommentar einer der Helfer. Außerdem will es sich „in menschenrechtlicher Orientierung an der gesellschaftlichen Debatte um Flüchtlinge“ beteiligen, heißt es in seinem Gründungsaufruf.

Das Netzwerk will sich alle sechs Wochen treffen. Bei den nächsten Versammlungen soll es um Themen wie „Patenschaften“ oder auch „Deutsch lernen“ gehen.

Info

Das nächste Treffen des neuen Netzwerkes findet am Mittwoch, 27. April, ab 19.00 Uhr im Reinoldinum am Schwanenwall 34 statt.

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