Die Stille eindrucksvoll erleben

Etwas andere Exerzitien erlebten junge Erwachsene in der Jugendbildungsstätte Kupferberg

Detmold. Sich Zeit nehmen für sich selbst, für andere und für Gott: Besinnlichkeit stand im Mittelpunkt eines Wochenendes in der Jugendbildungsstätte Kupferberg. Dabei ließen sich junge Erwachsene auf Film­exerzitien ein. Für den einen oder anderen war das eine ganz neue Erfahrung.

Die Teilnehmerinnen mit Pastor Dr. Andreas Rohde (l.) von der Diözesanstelle Berufungspastoral und Christa Branse sowie Christiane Koch (1. Reihe 3. und 4. v. l.) von der Jugendbildungsstätte.

 

„Ich konnte mir nie so richtig etwas unter Exerzitien vorstellen, außer, dass es Richtung Besinnung und zur Ruhe kommen geht. Dass das dann aber bei den Filmexerzitien mit Schweigen in Verbindung gesetzt wird, hätte ich nicht gedacht“, sagte Christin Kölling aus Osnabrück.

Denn neben den Elementen Film und Austausch in der Gruppe, gehörte auch die „Stille Zeit“ zu den Elementen der Filmexerzitien auf dem Kupferberg. „Wir stellen immer wieder fest, dass es für junge Menschen eine Herausforderung ist, den Sprung aus dem Alltag in die Ruhe zu schaffen und in der Stille Gottes Gegenwart Raum zu geben“, erklärt Christa Branse vom Team der Jugendbildungsstätte Kupferberg. „Filmgeschichten und Filmfiguren sind dabei eine gute Möglichkeit, um erste Impulse zum Nachdenken über das eigene Leben zu bekommen.“

Bis zum Samstagabend bestand dann die Möglichkeit, diese Zeit in Stille, im Schweigen zu verbringen: vom äußeren Schweigen zum inneren Schweigen zu gelangen und Gott zu begegnen.

„Das Schweigen war für mich eine riesengroße Herausforderung“, sagt die Teilnehmerin Christin Kölling. „Um ehrlich zu sein, war ich zunächst nicht begeistert, denn ich bin eine Person, die sehr viel und gerne über ihre Gedanken und Gefühle reden muss und sehr gerne unter Menschen ist. Deshalb habe ich mich dann auch bewusst komplett alleine durch die Natur bewegt und habe vermieden, den anderen Teilnehmerinnen über den Weg zu laufen. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass das Schweigen und das Wochenende mir sehr gut getan haben und ich es immer wieder machen würde. Ich habe erneut gemerkt, wie wichtig mir die Beziehung zu Gott ist. Ich kann von meinen dort gewonnenen Erkenntnissen und Kräften zehren.“ Abgerundet wurde das Wochenende durch eine Eucharistiefeier mit Spiritual Dr. Andreas Rohde aus Paderborn. Für die Teilnehme­rinnen steht am Ende dieses Wochenendes fest, dass auch durch Filmgeschichten und Filmfiguren viele neue Impulse und Anregungen für das eigene Leben gegeben werden können und sie zu neuen Sichtweisen anregen.

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