Deutliches Signal

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Papst Franziskus hat wieder einmal ein deutliches Signal gesetzt, dass er eine Aufwertung der Rolle der Frauen in der Kirche wünscht.

Der Gedenktag der heiligen Maria Magdalena ist künftig – auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes – ein Festtag der katholischen Kirche.Die Dimension dieser Entscheidung wird dadurch deutlich, dass Maria Magdalena – zumindest was den Rang ihres Gedenkens im Heiligenkalender betrifft – den Aposteln gleichgestellt wird.

„Apostola Apostolorum“, also „Apostolin der Apostel“ ist das Dekret des Papstes überschrieben. Diesen Ehrentitel trägt Maria Magdalena schon seit dem 3. Jahrhundert. Aber erst jetzt wird auch der Kir­chen­kalender dieser Bezeichnung gerecht.

Der Sekretär der vatikanischen Liturgiekommission, Erzbischof Arthur Roche, weist in einem Begleitschreiben zum Dekret darauf hin, dass der „aktuell kirchliche Kontext“ dazu aufrufe „tiefer über die Würde der Frau nachzudenken“. Dies macht das Anliegen des Papstes deutlich. Er möchte, dass die Frauen in der Kirche eine stärkere Position einnehmen. Inwieweit er sich damit in der Kirche durchsetzen kann und wo er an die Grenzen stößt, wird sich im Lauf der Zeit zeigen.

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