Dem Ostergeheimnis auf der Spur

Der Pastoralverbund St. Marien in Fröndenberg lädt zum dritten Mal in den Ostergarten ein

Der Garten Gethsemane. Foto: St. Marien, Fröndenberg

 

Fröndenberg. Im Pfarrzentrum St. Marien, wo sich das Jahr über die Gruppen der Kirchengemeinde treffen, Versammlungen abhalten und gemeinsam feiern, ist wieder von Montag, 3. April, bis einschließlich Karfreitag, 14. April 2017, der begehbare Ostergarten geöffnet. Er stellt für die Besucher die Ereignisse der Passion Jesu, an deren Ende die Auferstehung steht, anschaulich dar.

von Elisabeth Plamper

Nach rund einer Woche reger Betriebsamkeit durch den Aufbau des Ostergartens ist in den unteren Räumen des Pfarrzentrums St. Marien wieder Ruhe eingekehrt. Der Duft von Rindenmulch liegt in der Luft und Kerzenschein weist den Weg zu den sieben Stationen des Ostergartens. Sie machen das Leiden, Sterben und die Auferstehung von Jesus für alle Sinne erlebbar.

Alle Stationen – der Einzug in Jerusalem, im Abendmahlssaal, im Garten Gethsemane, die Verurteilung, der Berg Golgatha, die Grablegung und die Auferstehung – werden in symbolischer Szenerie vorgestellt. Eine geführte „Reise“ in die biblische Vergangenheit unter fachkundiger Leitung dauert rund eine halbe Stunde. Die Besucher des Ostergartens im Pfarrzentrum St. Marien können aber auch selbst die entscheidenden Momente der Karwoche auf sich wirken lassen, reflektieren und ihre Eindrücke in ein Gästebuch eintragen. 

Der Anstoß zum Ostergarten ist 2006 vom Pfarrgemeinderat und dem damaligen Vikar Andreas Neuser gekommen. „Den ersten Ostergarten haben wir 2007 aufgebaut“, erläutert Gemeindereferent Heiner Redeker. „Die Resonanz war so groß, dass wir alle fünf Jahre eine Wiederholung beschlossen.“ An die 1 500 Besucher – auch aus dem Umland von Fröndenberg – zählten die Organisatoren sowohl im Jahr 2007 als auch 2012.

„Es ist eine großartige Möglichkeit, die Jesusgeschichte lebendig zu halten“, findet Hanne Reinartz vom Organisationsteam. Hildegard Bielefeld – sie ist zum ersten Mal dabei – meint: „Ich kann noch nicht sagen, was mich erwartet.“ Fragen wie beispielsweise „Wie bereit sind die Besucher, sich durch die Räumlichkeiten und Texte auf die Leidens- und Ostergeschichte einzulassen? Was machen die Emotionen mit mir?“ stehen für sie im Raum. Beim Auf- und Abbau des Ostergartens beteiligt sich auch Daniela Grote. Sie habe sich zum Mitmachen entschlossen, „weil mich die Reaktionen der Ostergarten-­Besucher bei den beiden vergangenen Ostergärten sehr beeindruckt haben“. „Die Geschichte, die man ja eigentlich in- und auswendig kennt, hat sich bei mir vertieft und den Glauben erlebbar gemacht.“

Beim ersten Ostergarten half schon Ingrid Hufnagel. Jetzt ist es der dritte, den sie mitgestaltet. „Es ist eine gute und schöne Möglichkeit, meinen Glauben zu leben, indem ich daran mittue, ihn für andere erlebbar zu machen.“ Auch Ingrid Stemper ist auf besondere Weise dem Ostergarten verbunden: „Beim ersten Mal waren meine Gründe sehr persönlich“, erzählt sie. „Jetzt habe ich mich wieder für das Mitmachen entschieden, weil ich bei den Führungen immer wieder Momente erleben darf, in denen sich die Besucher durch die Texte und Darstellungen in den Räumen berühren lassen und in die Leidens- und Ostergeschichte eintauchen.“

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