„Daran kommen wir nicht vorbei!“

Jugendpfarrer Schröder über die Medientage

Telefonieren mit Handy? Das tun wohl auch sie eher selten: Bernhard Leifeld, Leiter der Abteilung Jugendpastoral/Jugendarbeit im Erzbischöflichen Generalvikariat, Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder und Maren Gödde, die das Referat spirituell-missionarische Jugendpastoral leitet, bei einer Terminfindung. Foto: Wiedenhaus

 

Hardehausen (-haus). Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder hat die Medientage gemeinsam mit JUPA-Redakteur Dirk Lankowski organisiert. Das diesjährige Thema des Treffens, die Orientierung in der digitalen Welt, stellt seiner Ansicht nach eine zentrale Herausforderung für die Kirche dar: Zum einen, weil man den Jugendlichen in diesem Zusammenhang das nötige Rüstzeug mitgeben müsse, zum anderen, weil digitale Medien und soziale Netzwerke ein unübersehbares Potenzial für die Kirche darstellen. Die große Resonanz auf die Medientage mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Bereichen der Jugendarbeit bestärke ihn darin, die Aktivitäten in diesem Bereich weiter auszubauen: „Wir dürfen diese Entwicklung nicht ignorieren!“

„Unser Treffen hat deutlich gezeigt, wie groß das Engagement der Jugendlichen in diesem Bereich ist und welche Chancen sich daraus für die Kirche bieten“, so Schröder gegenüber dem DOM: „Alle wollen etwas bewegen!“

Dabei sieht er für die Verantwortlichen eine Reihe von Aufgaben – zum Beispiel die Professionalisierung zu fördern; etwa in Form von Workshops wie bei den Medientagen. „Wir müssen hier als Kirche präsent sein und Orientierung bieten“, ist sich der Diözesanjugendpfarrer sicher, nicht zuletzt angesichts der ungeheuren Dynamik der Digitaltechnik.

Das Potenzial, das die digitalen Medien für die Verkündigung im Jugendbereich bieten, ist nach Schröders Meinung noch lange nicht ausgeschöpft. Dies auszuklammern hieße nicht nur, eine Chance zu vertun, sondern auch die Lebenswelt der Jugendlichen völlig zu ignorieren: „Das wäre fatal!“ Und absolut nicht im Sinne des Auftrags der Kirche: „Paulus wäre heute bei Facebook“, macht Schröder seinen Standpunkt in der Diskussion um Kirche und „Neue Medien“ deutlich.

Diese Medien sind für Stephan Schröder auch mit Blick auf die Pastoralen Räume unverzichtbar, um die Menschen zu erreichen: „Das sind die Marktplätze von heute, und da gehören wir als Kirche hin!“

Um „Wissensdurst und Engagement“ zu fördern und zu begleiten, soll es in Hardehausen in Zukunft als Ergänzung zu den Medientagen „Kaminabende“ rund um das Thema digitale Medien geben.

Stephan Schröder: „Viele derjenigen, die an den Medientagen teilgenommen haben, sind in ihren Gemeinden oder Organisationen auf sich gestellt, deshalb wollen wir über diese Angebote Kommunikation und Vernetzung fördern.“ Neben Austausch und Inspiration sieht Schröder in diesen Kaminabenden auch einen Beitrag zur Unterstützung gegen Vorbehalte: „Oft stoßen diejenigen, die für Engagement der Kirche in sozialen Netzwerken und digitalen Medien plädieren, auf Gleichgültigkeit oder sogar Ablehnung, deshalb ist es wichtig, sie zu unterstützen.“

Weitere Infos auch unter www.jupa-paderborn.de

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