Auf jeden kommt es an

Ein Zukunftstag soll im Pastoralen Raum Rheda-Herzebrock-Clarholz neue Impulse geben

Stellten das Programm vor (v. l.): Christian Gnida (KBS Bielefeld), Ingo Besselmann (Pfarrgemeinderat (PGR St. Clemens), Gemeindereferentin Aloisia Busch, Gertrud Beilmann (PGR Herzebrock-Clarholz), Christa Radner, Gisela Ginten-Hoffmann (beide PGR Herzebrock-Clarholz) und Dekanatsreferent Matthias Stumpe. Foto: Leskovsek

 

Herzebrock-Clarholz(wl). Der vor etwas mehr als einem Jahr gegründete pastorale Raum Rheda-Herzebrock-Clarholz lädt Ehrenamtliche und andere interessierte Menschen zu einem Zukunftstag ein. „Auf dich …!“ lautet das Motto, das viel Platz lässt für freie Assoziationsmöglichkeiten. „Auf dich kommt es an“, „Auf dich vertraue ich“, „Auf dich habe ich gewartet“, „Auf dich möchte ich nicht verzichten“, „Auf dich stoße ich an“: Die Wertschätzung des Anderen steht im Mittelpunkt des Zukunftstages am Samstag, 13. Februar, in der Zeit von 10.30 bis 17.15 Uhr in der Josefschule Herzebrock, Jahnstraße 17.

Gemeindereferentin Aloisia Busch bringt die Idee dieses Tages auf den Punkt. „Der Zukunftstag ist aus einer großen Begeisterung heraus entstanden, die einige ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen bei einer Tagung zum Zukunftsbild beim Erzbistum Paderborn erfahren haben. Nur wo Energie fließt, kann auch etwas passieren“, ist sie frohen Mutes, dass ein gutes Team aus Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen das hinbekommt.

Doch was genau muss man hinbekommen? Durch die Bildung des Pastoralen Raumes verändert sich das Leben in den Gemeinden. Man muss sich finden, neu aufstellen, aufeinander zugehen, Ideen sammeln und Menschen ansprechen, die bislang vielleicht weit weg von der aktiven Kirche waren. Das und vieles mehr können Interessierte am Zukunftstag in Herzebrock erfahren. Neun verschiedene Foren zu Themen wie „Unsere Berufung als Ehepaar, Familie, Gemeinde und Beruf“, Engagement aus Berufung“, „Gott ruft keine Befähigten – er befähigt Berufene“ oder aber auch „Berufspastoral auf Amerikanisch“ stehen zur Verfügung. Versierte Referenten werden die Foren leiten, zu denen sich jeder Teilnehmer bei zwei verschiedenen anmelden kann. Es wird eine kleine Einführung geben, eine Mittagspause, eine Vorstellung des Zukunftsbildes 2020 sowie ein Resümee von Matthias Stumpe, Dekanatsreferent des Dekanats Rietberg-Wiedenbrück, bevor der Nachmittag mit einem Gottesdienst mit Tauferneuerung in St.-Christina endet.

Die Tauferneuerung wurde ganz bewusst zum Thema der Vorabendmesse, weil „wir alle als Christen aus der Taufberufung heraus leben und handeln“, erklärt Stumpe. Er findet es sehr gut, dass der Zukunftstag eine Idee der bislang Ehrenamtlichen aus dem pastoralen Raum war. „Es passt perfekt, weil sich seit geraumer Zeit eine Steuerungsgruppe über die zukünftigen Inhalte mit geistlicher und organisatorischer Arbeit in den Gemeinden Gedanken macht“, so Stumpe. Wenn nun noch Impulse von anderen Menschen dazukämen sei das Zukunftsbild für den pastoralen Raum Rheda-Herzebrock-Clarholz schon sehr gut aufgestellt. Ein neues Wort stünde dabei im Mittelpunkt: Charismenorientierung, was bedeutet, sich an den von Gott geschenkten Fähigkeiten der Menschen zu orientieren, statt an vorgegebenen Aufgaben. Ingo Besselmann vom Pfarrgemeinderat St. Clemens Rheda sieht es als eine wichtige Veränderung an, dass nicht einfach nur Posten vergeben werden, sondern Menschen ihre Fähigkeiten in das aktive Kirchenleben einbringen und dadurch gestalten.

Der Zukunftstag soll ein Dank sein an die bisherigen Ehrenamtlichen sowie Stärkung und Ermutigung für Neue, sich zu engagieren.

Waltraud Leskovsek

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