Auf den Pfaden des Reformators

Ökumene zu Fuß

Gemeinsam pilgerten Katholiken und Protestanten aus Detmold auf den Spuren Martin Luthers.

 

Detmold. Eine „gelungene und gelebte Ökumene“ – so lautete das abschließende Urteil über eine gemeinsame Pilgerreise auf den Spuren von Reformator Martin Luther von katholischer und evangelischer Gemeinde in Detmold.

Ein Jahr vor dem 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag hatten der evangelisch-­lutherische Pfarrer Lars Kirchhof und sein katholische Amts­kollege Christian Ritterbach in ihren Gemeinden für eine Pilgerreise zu Lebensstationen Martin Luthers geworben und offensichtlich den richtigen Nerv getroffen. Eine 48-köpfige Reisegruppe machte sich auf den Weg nach Eisleben in Sachsen-Anhalt, wo die Teilnehmer vier Tage lang im Gästehaus des Klosters St. Marien zu Helfta untergebracht waren. Von dort aus unternahm die Gruppe zahlreiche Ausflüge. In Eisleben und Mansfeld hatte Martin Luther Kindheit und Alter verbracht, in Eisenach und Erfurt Schule und Universität besucht, auf der Wartburg versteckt das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzt.

Die Reisenden konnten sich beim Besichtigen der Wohnstätten Luthers, der Taufkirche, des Domes oder der Predigtkirche, des Augustinerklosters in Erfurt oder der winzigen Stube auf der mächtigen Burg einen nachhaltigen Eindruck vom Leben und Wirken des großen Reformators verschaffen. Aber sie erhielten auch Einblicke in das Klosterleben der Zisterzienserinnen in Helfta und pilgerten ein Stück des Lutherweges von Unterrissdorf nach Eisleben. „Die Atmosphäre beim gemeinsamen Erkunden, Singen und Beten, bei den Mahlzeiten und während der Gespräche in abendlicher Runde konnte nicht herzlicher sein“, sagte Teilnehmerin Friederike Miketic.

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