Ausstellung mit Werken der Kupferstecher Löffler im Kloster Oelinghausen
Zwei Meister ihres Fachs
Arnsberg (NÜ). Am Anfang stand der Zufall: Antonius Löffler aus Menden war auf der Suche nach seinen Vorfahren. Dabei stieß er auf die Kupferstecher Johann Eckhard und Johann Heinrich Löffler. Diese sind zwar nicht mit ihm verwandt, doch Löffler forschte weiter.
Nun präsentiert der Freundeskreis Oelinghausen, in dem Antonius Löffler engagiert ist, gemeinsam mit der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek eine Ausstellung mit Werken der barocken Kupferstecher im Kloster Oelinghausen.
„Der Arbeitskreis in Oelinghausen hat nicht nur die Ausstellung organisiert. Er hat auch das erste Buch, das sich ausschließlich mit den Löfflers befasst, veröffentlicht“, lobte Bibliotheks-Direktor Dr. Hermann-Josef Schmalor bei seiner Einführung zur Ausstellung in der voll besetzten Klosterkirche. Über fünf Jahrzehnte haben die Löfflers im 17. Jahrhundert in Köln gewirkt. „Doch ihre Wirkung ging weit über Köln hinaus“, so Schmalor. Intensiv arbeiteten die Löfflers etwa mit dem Zeichner Johann Georg Rudolphi, Paderborn, zusammen. Das handwerkliche Können der Kupferstecher wurde in jener Zeit weit höher bewertet als die Kunst des Zeichners, wie Schmalor berichtete. Die Kupferstecher bekamen ein Vielfaches des Lohnes, den der Zeichner erhielt.
Über 600 Werke der beiden Löfflers lassen sich heute nachweisen. 70 Exponate zeigt die Ausstellung im Kloster Oelinghausen. Im Begleitbuch, zu dem der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, das Vorwort geschrieben hat, wird das Leben der Löfflers ebenso dargestellt wie ihr Werk.
Die sehenswerte Ausstellung im Museum des Klosters Oelinghausen ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen.







