Aktuelle Ausgabe
2012-20

„Pastoral der Berufung“ soll maßgebliche Bezugsgröße sein

Zielvorgabe für 2014 steht

Unter Vorsitz von Erzbischof Becker (rechts) vereinbarte die Lenkungsgruppe die Zielvereinbarung (v. r. Generalvikar Alfons Hardt, Monsignore Thomas Dornseifer, Domvikar Michael Bredeck).

Paderborn (pdp). Bis 2014 soll auf allen Ebenen des Erzbistums Paderborn die „Pastoral der Berufung“ als die maßgebliche Bezugsgröße für das pastorale Handeln und die pastorale Planung verankert sein. So lautet die Zielvorgabe, die die Lenkungsgruppe zur Perspektive 2014 unter dem Vorsitz von Erzbischof Hans-Josef Becker auf ihrer letzten Sitzung formulierte. Die Verständigung auf dieses Ziel erfolgte auf der Basis des Diözesanen Forums vom November und der seither für die Umsetzung der Perspektive 2014 errichteten Arbeitsstruktur.  

Insbesondere der in der zweiten Jahreshälfte 2010 beginnende Aufbau der neuen pastoralen Räume soll von der Idee einer „Pastoral der Berufung“ her konzipiert werden. Entsprechend verständigte sich die Lenkungsgruppe darauf, dass in den Pastoralvereinbarungen, die die Verantwortlichen vor Ort in den kommenden Jahren erarbeiten werden, grundsätzliche Aussagen zur Pastoral der Berufung formuliert sein sollen. Beispiele seien etwa Ausführungen zum ehrenamtlichen Engagement oder zur Vielfalt von Orten, an denen Menschen auch außerhalb der Kirchengemeinden auf die Kirche treffen können.

Die Lenkungsgruppe kündigte an, das genannte Ziel im Jahr 2014 durch eine diöze-sanweite Erhebung zu überprüfen. Dabei wird es vor allem um eine Sichtung der Erfahrungen und der Auswirkungen der „Pastoral der Berufung“ gehen. 

Erzbischof Becker zeigte sich erfreut, dass sein Anstoß vom November 2009 im Erzbistum auf Interesse gestoßen sei. Er sehe aber auch die vielen Fragen, die sich bezüglich der Entwicklung einer „Pastoral der Berufung“ noch stellten. Daher vereinbarte die Lenkungsgruppe weiterhin, den eingeschlagenen Weg in den kommenden Jahren immer wieder durch Impulse des Erzbischofs und verschiedener Gruppen im Erzbistum anzustoßen.

Der Erzbischof richtete außerdem an die haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen auf allen Ebenen des Erzbistums die Bitte, sich mit der Thematik Berufung auseinanderzusetzen. „Eine Pastoral der Berufung kann nicht einfach am Schreibtisch entworfen werden, da geht es um persönliches inneres Mitgehen vieler Einzelner“, so der Erzbischof. Was bis 2014 alles geschehen und wachsen werde, sei jetzt noch gar nicht abzusehen. 

Domvikar Dr. Michael Bredeck, Geschäftsführer der Lenkungsgruppe, wird im Priesterrat und Diözesanpastoralrat, den Beratungsgremien der Lenkungsgruppe, die Zielvereinbarung und die ihr entsprechende Arbeitsstruktur vorstellen. Nach und nach soll auch über die Internetseite des Erzbistums und die Kirchenzeitung „Der DOM“ über die vielen verschiedenen Bausteine der Perspektive 2014 berichtet werden. 

Der Lenkungsgruppe, die monatlich tagt, wurde im März 2009 eingerichtet. Ihr gehören neben Erzbischof Becker und Domvikar Dr. Bredeck auch Generalvikar Alfons Hardt und Monsignore Thomas Dornseifer an, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste, deren Hauptaugenmerk zurzeit dem Aufbau und der Unterstützung der neuen pastoralen Räume gilt.

 


24.05.2012
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