Aktuelle Ausgabe
2012-20

Lichtmesstreffen diskutiert die Planung erweiterter Seelsorgeräume

Zeitplan ist eng gesteckt

Diskussion der „Gestaltung der Seelsorgeräume“ (v.l.): Pfarrer Ludger Keite, Thomas Klöter, Erzbischöfliches Generalvikariat Paderborn, Propst Andreas Coersmeier, Claudia Lechleitner vom Katholischen Stadtgremium, Gemeindereferentin Jutta Hanmann, Klaus Fisching, Katholisches Stadtgremium und Dr. Michael Bredeck, Priesterfortbildung im Erzbistum Paderborn. Foto: Wiedenhaus

Dortmund. „Wir sollten das Jahr nutzen und unsere Wünsche und Vorstellungen bezüglich der neuen Pastoralverbünde in die Diskussion einbringen.“ Mit einem Appell an die Verantwortlichen im Haupt- und Ehrenamt schloss Stadtdechant Andreas Coersmeier den offiziellen Teil des diesjährigen Lichtmesstreffens im Katholischen Centrum. Im Mittelpunkt stand die von Erzbischof Becker Ende des vergangenen Jahres initiierte Fortschreibung der Pastoralverbünde.

von Andreas Wiedenhaus

Dass es dabei im Moment gerade bei den Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandsmitgliedern noch „Klärungsbedarf“ gibt, hatte die von Pfarrer Ludger Keite moderierte Diskussion gezeigt: Welche Folgen hat das für das Leben in den Gemeinden, wie lässt sich die Seelsorge gestalten, nach welchen Kriterien erfolgt die Erweiterung. Über Fragen wie diese „reden sich die Pfarrgemeinderäte derzeit die Köpfe heiß“, sagte Pfarrer Keite.
Thomas Klöter aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat sprach vor dem Hintergrund der Notwendigkeit auch von den Chancen, die die Änderungen böten. Er nannte die Möglichkeiten einer „differenzierten Pastoral“ etwa für Familien, Jugendliche oder ältere Menschen. Die Frage, wie Seelsorge sich in den neuen Pastoralverbünden gestalten lässt, bewegt Michael Ortwald, Pfarrer und stellvertretender Stadtdechant: „Seelsorge funktioniert über Beziehungen. Da, wo ich lebe und wohne, gibt es andere Beziehungen als dort, wo ich hin- und wieder wegfahre!“
Einig war sich die Diskussionsrunde darin, dass die Strukturveränderung nötig ist, um die Handlungsfähigkeit der Pfarreien und Pastoralverbünde bis 2030 zu sichern. Auch der relativ eng gesteckte Zeitplan wird akzeptiert.
Die Tatsache, dass bis zum Ende dieses Jahres der Plan für die Neugliederung feststehen muss, dürfte zu lebhaften Diskussionen in den kommenden Wochen und Monaten führen und so mit dafür sorgen, dass der Aufruf des Stadtdechanten auf fruchtbaren Boden fällt.


24.05.2012
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