Egli-Figuren laden zu spannender Entdeckungstour ins Rüthener Schwesternhaus Maria vom Stein
Wenn der Himmel die Erde berührt
Rüthen (STN). Nach den ermunternden Erfahrungen und einer überwältigenden Besucher-Resonanz der Frühjahrs-Ausstellung zur Passions- und Ostergeschichte nach Lukas, die von über 1 200 Besuchern gesehen wurde, gibt es im Schwesternhaus Maria vom Stein in der Schneringer Straße in Rüthen noch bis zum Sonntag, 9. Januar, eine weitere Ausstellung mit biblischen Erzählfiguren, den sogenannten Egli-Figuren zu entdecken.
Die Ausstellung erzählt in mehreren Bildern, was über die Geburt Christi in der Bibel zu finden ist. Dabei liegt die Ausgestaltung der einzelnen Szenen in den Händen des Ausstellungsteams, zu dem die Mitarbeiter der evangelischen Kinderkirche, Erzieherinnen der örtlichen Kindertageseinrichtungen und Privatpersonen gehören. Die Darstellung mit den Erzählfiguren bietet dem Betrachter die Möglichkeit, näher in das Geschehen einzutauchen und die Geschichten von damals mitzuerleben. Durch ihre Beweglichkeit können die Figuren die Gefühlsregungen der Menschen, damals wie heute, sichtbar machen und ermöglichen so die Identifikation und persönliche Auseinandersetzung mit dem Geschehen.
Die Ausstellung richtet sich besonders an Familien mit Kindern, Kindergartengruppen und Grundschulklassen sowie Kommunion- und Frauengruppen. Anders als im Frühjahr kann diese Ausstellung täglich zwischen 10 und 17 Uhr besucht werden. Führungen finden nur nach Voranmeldung für größere Gruppen statt. Auf Wunsch kann Vorbereitungsmaterial (beispielsweise Auflistung der gestellten Szenen, Erklärung von Besonderheiten, Intentionen) für Schulen oder Kindergärten per E-Mail angefordert werden. Die E-Mail-Adresse findet man unter www.efa-ruethen.blogspot.com. Für junge Familien gibt es mit der Geschichte „Der kleine Stern“ ein zusätzliches Angebot, die Weihnachtsgeschichte einmal anders zu erzählen. An den Sonntagen sorgen die Schwestern im Haus Maria vom Stein für eine Cafeteria, an den übrigen Tagen gibt es die Möglichkeit zum Stehkaffee.
Zudem haben die Organisatoren die drei Hauptmotive der Ausstellung jetzt ganz aktuell auf Postkarten drucken lassen, die direkt in der Ausstellung gekauft werden können. Ein Teil des Erlöses, sowie auch ein Großteil des Reinerlöses aus der sonntäglichen Cafeteria, sollen in diesem Jahr den Erdbebenopfern in Haiti zugutekommen.
Die Schweizer Gestalterin Doris Egli schuf die originale Erzählfigur in den 1960er-Jahren. In der jungen Familie wurde das Erzählen biblischer Geschichten durch die Figuren veranschaulicht. Doris Egli gab ihr Wissen und ihre Erfahrungen an andere weiter. Zusammen mit ihrem Mann Primo arbeitet sie an der Verbesserung und Weiterentwicklung der Figuren und des Grundmaterials. Die Erwachsenen-Figuren sind ungefähr 30 cm groß, die Kinderfiguren entsprechend kleiner. Durch ihr Sisal-Draht-Gestell sind sie voll beweglich. Eine ihrer Besonderheiten ist das „fehlende“ Gesicht: Dieses bietet dem Betrachter die Möglichkeit, es mit seinen eigenen Emotionen zu füllen. Durch ihre schweren Bleifüße bekommen die Figuren einen festen Stand. Trotz des scheinbar „fehlenden“ Gesichts treten sie mit dem Betrachter in Kommunikation vor allem durch ihre Körpersprache. Durch sie lassen sich vielfältige Gefühle, Beziehungsgeschehen oder Tätigkeiten ausdrücken.







