Aktuelle Ausgabe
2012-20

SkF Dortmund blickte auf 111 Jahre zurück

„Um soziale Arbeit verdient gemacht“

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Foto: Wiedenhaus

Dortmund. „Hier wird Nächstenliebe wirklich gelebt!“ Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau sparte beim offiziellen Festakt zum 111-jährigen Bestehen des Sozialdienst katholischer Frauen Dortmund nicht mit Lob: Die Abkürzung SkF, sagte der Oberbürgermeister in seinem Grußwort, stehe für diejenigen in Dortmund, die sich um die soziale Arbeit verdient machten.

Die rund 200 Gäste im Saal des Katholischen Centrums schauten aber nicht nur zurück auf die vergangenen 111 Jahre: Die neu gewählte SkF-Bundesvorsitzende, Dr. Anke Klaus, blickte in ihrem Festvortrag auch auf die aktuelle Situation des Frauenfachverbandes und stellte die Frage, welche Position er in Zukunft einnehmen könne. Die Gründungsidee des SkF, dass Frauen andere Frauen in Notlagen effektiv und mit „schwesterlichem“ Verständnis unterstützten, sei heute aktueller denn je, erklärte sie: „Nach wie vor ist es so, dass soziale Problemlagen wie Arbeitslosigkeit und Armut Frauen besonders hart zusetzen.“

Fachliche Kompetenz, die Nähe des SkF zu seinen Klientinnen und Klienten, sein frauenspezifisches Profil und sein meistens sehr pragmatisches Handelns hätten dazu geführt, dass der Dortmunder SkF als Gründungsverein sein 111-jähriges Bestehen feiern könne. In Zukunft, sagte die neue Bundesvorsitzende, werde es darauf ankommen, Klientinnen und Klienten stärker als bisher zu beteiligen. Die Umsetzung der im Kinder- und Jugendhilfegesetz festgeschriebenen Partizipationsrechte stehe in vielen Bereichen noch aus. Als weitere Themenfelder für die Zukunft nannte sie die Auswirkungen des demografischen Wandels sowie die Frage, wie das Thema Migration in den Ortsvereinen aufgegriffen werde.

Im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion stand ebenfalls die Frage nach der Zukunft des Verbandes. Zu den Teilnehmern der Diskussionsrunde gehörte auch Diözesancaritasdirektor Josef Lütt

 

 


24.05.2012
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