Aktuelle Ausgabe
2012-20

Caritas startet Ambulant betreutes Wohnen

Überlebenshilfe für Suchtkranke

Wenn die Sucht zum Problem wird, ist Hilfe nötig. Foto: KNA

Dortmund. Um vor allem der größeren Nachfrage nach ambulanter Hilfe gerecht zu werden, macht die Caritas-Suchtberatung ein neues Hilfsangebot. Das „Ambulant betreute Wohnen“ ergänzt die Beratung und Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit durch eine intensive Betreuung im Alltag.  

Es richtet sich an Menschen, die lange suchtkrank sind und eine Unterstützung zur Veränderung ihrer Situation brauchen. „Mit unserem niedrigschwelligen Angebot leisten wir aktive Überlebenshilfe“, betont Norbert Quinting, Leiter der Suchtberatung des Caritasverbandes Dortmund. Ziel ist, dass die Menschen weiter in ihrer Wohnung bleiben und dort ein für sie lebenswertes Leben führen können.

Dipl.-Sozialarbeiterin Stephanie Ettinger wurde für diese Aufgabe neu eingestellt und ergänzt das Team der Suchtberatungsstelle. Sie geht zu den Abhängigen nach Hause und begleitet sie in ihrem Alltag. Voraussetzung ist, dass die Klienten ihr Suchtverhalten verändern wollen. Abstinenz ist nur ein nachrangiges Ziel.

Die Hilfsangebote richten sich individuell nach den Bedürfnissen des Suchtkranken. Stephanie Ettinger begleitet die Menschen in akuten Krisensituationen genauso wie bei Behördenangelegenheiten und Einkäufen. Sie hilft den Tag zu organisieren, eine Arbeit zu finden und die Freizeit wieder zu erleben und auch zu genießen. In Gruppenangeboten lernen die Abhängigen Einsamkeitsgefühle zu überwinden, Geselligkeit zu erleben und sich auf soziale Beziehungen einzulassen. Die Kosten des Ambulant betreuten Wohnens trägt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. 

Kontakt: Ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung, Caritasverband Dortmund, Tel.: 0231/1848-145; E-Mail: abw-sucht@caritas-dortmund.de.


24.05.2012
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