Aktuelle Ausgabe
2012-5

SkF Dortmund-Hörde zeigt Ausstellung mit Frauen-Porträts im B3

„Starke Frauen“ präsentiert

„Frauenpower im B3“: Liane Meyer-Steinrücken vom Stadtteilbüro, Renate Jachmann-Willmer, Referentin der SkF-Zenrale, und Susanne Smolen, die Geschäftsführerin des SkF Hörde, eröffneten die Ausstellung „Frauen stärken“.

Dortmund-Hörde. Das Alter der Frau auf dem großformatigen Foto ist schwer zu schätzen. Sie ist sicherlich über 70, vielleicht sogar über 80 Jahre alt. Gebrechlich wirkt sie aber nicht. Im Gegenteil: Sie fühlt sich stark – und sie sagt auch, warum: „Ich bin stark, weil ich erkenne, was ich ertragen muss und was ich nicht ertragen darf.“ Dieser Satz steht in großen weißen Buchstaben auf rotem Grund unter ihrem Porträt. 

von Andreas Wiedenhaus 

Fotos wie das der Seniorin sind derzeit unter dem Motto: „Frauen stärken“ in den Räumen des Sozialdienst katholischer Frauen im Stadtteilbüro B3 an der Niederhofener Straße 52 in Hörde zu sehen. Die Ausstellung ist eine Initiative der SkF-Bundeszentrale und wurde zum ersten Mal auf dem Ökumenischen Kirchentag in München gezeigt.

„Uns beschäftigte die Frage, worauf es ankommt, um schwierige Situationen zu meistern, was stark macht, um nicht aufzugeben angesichts von Armut, Gewalt, Obdachlosigkeit, unbehüteter Kindheit, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Verwahrlosung“, beschreibt Renate Jachmann-Willmer, Referentin in der SkF-Zenrale, den Hintergrund der Ausstellung.

„Was macht mich stark, warum bin ich stark, wozu bin ich stark?“ Die Frauen in den 149 SkF-Ortsvereinen waren eingeladen, sich mit diesen drei Fragen zu befassen. Zu Wort kamen ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen ebenso wie Frauen, die sich auf Vorstandsebene engagieren. Aber auch manche, die Hilfe beim SkF suchen, waren „stark“ und wagten den Schritt in die Öffentlichkeit. 

Aus den Antworten und den dazugehörigen Porträts ist eine Ausstellung entstanden, die aufgrund ihrer großen Authentizität schnell das Interesse des Betrachters weckt und den SkF als aktiven Verband in allen seinen Facetten zeigt. Renate Jachmann-Willmer: „Der SkF versteht sich als Verband starker Frauen, die sich dafür einsetzen, Frauen in allen Lebenssituationen zu stärken.“

In Hörde ist nun bis Ende Oktober eine Auswahl von Porträts und Aussagen zu sehen. Die Geschäftsführerin des SkF-Hörde, Susanne Smolen, freut sich auf zahlreiche Begegnungen mit Ausstellungsbesucherinnen und -besuchern: „Wir gehen davon aus, dass wir viele interessante und lebhafte Diskussionen führen werden und dabei viele spannende und neue Stärken der Besucherinnen, der regelmäßigen Gruppen im Haus, aber auch der Mitarbeiterinnen hier erkennen werden.“

Die Ausstellung „Frauen stärken“ ist bis Ende Oktober zu sehen. Anmeldung für Gruppen unter 02 31 / 52 47 99

 

 


04.02.2012
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