Aktuelle Ausgabe
2012-20

Frauengemeinschaft der Werler Walburga-Gemeinde feierte ihr 100-jähriges Bestehen

„Starke Frauen“ für die Kirche

Gefeiert wurde in nostalgischen Kostümen. Foto: Plamper

Werl. In wadenlangen, schwarzen Kleidern und ebenfalls schwarzen Hüten präsentierten sich die Seniorinnen der kfd St. Walburga in Werl zur Eröffnung der Jubiläumsfeier zu ihrem 100-jährigen Bestehen auf der Bühne in der Stadthalle. „Kommt herein, kommt her­ein in den Mütterverein ...“ sangen sie und winkten symbolisch in das Publikum.

von Elisabeth Plamper

Mit einem bunten Programm, das einen heiteren wie auch besinnlichen Rückblick in die Geschichte der kfd St. Walburga in Werl bot, feierten die Frauen ihr „100-Jähriges“ auch vor spirituellem Hintergrund. „Gott ist bei uns und macht uns stark“, brachte es Diözesanpräses Roland Schmitz in seiner Predigt während des Jubiläumsgottesdienstes auf den Punkt. Eine große Kirche brauche starke Frauen. Das machten die Werlerinnen deutlich und stellten ihre Geburtstagsfeier unter das Motto: „Frauen – Bewegen – Geschichte“ im „Gebet des Gottesdienstes, im tätigen Handeln christlicher Nächstenliebe und in der Weitergabe des Glaubens.“ So überbrachten auch zahlreiche Vertreter der Kirchen, aus Politik und Gesellschaft ihre Glückwünsche. Propst Michael Feldmann scherzte in seiner Laudatio, wenn es die Damen der kfd nicht gäbe, wäre es um die Fürsorge für seinesgleichen längst nicht so gut bestellt.
Humorvoll, beschwingt und immer wieder mit spirituellen Akzenten ging es nach dem offiziellen Teil im Programm am Nachmittag weiter. Die Tanzgruppe „Dance For Fun“ aus Büderich begeisterte ebenso die Gäste wie die „Frauenwallfahrt mit den frechen Schutzengeln“ von Karl Schuhbeck, von der die Theatergruppe „Walibu“ berichtete. Musikalisch begleitete den Tag das Werler Blockflöten-Ensemble unter der Leitung von Walburga Alsdorf.
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht“  – diesem Leitwort folgen die Werler kfd-Frauen seit nun mehr 1909. Das Gründungsdatum der damals noch sogenannten „Frauen- und Müttergemeinschaft“ ist der 14. August. Zu den Zielen des unter Propst Münstermann gegründeten Vereins zählte auch die „Führung und Pflege echt christlichen Familienlebens“. Während des Natio­nalsozialismus, so ist es aus der Chronik zu entnehmen, wurde die religiöse Bildungsarbeit intensiviert. Die heutige kfd St. Walburga beteiligt sich am gesellschaftlichen Leben mit vielfältigen Initiativen, Arbeitskreisen und Gruppenangeboten beispielsweise für junge Mütter oder Alleinstehende. Auf der „Fraueninsel“ treffen sich seit 2008 die jungen Frauen. Die kfd engagiert sich aber nicht nur aktiv in ihrer Gemeinde und auf kommunaler Ebene, sondern beteiligt sich auch international an verschiedenen Projekten und unterstützt beispielsweise Hilfen für Straßenkinder in Brasilien und spendet für die „Priesterhilfe“ in Argentinien.
Gemeinsame Feiern im Jahreskreis, Ausflüge und Fortbildungskurse runden das Vereinsleben ab. Getreu dem Motto: „Die Zukunft gehört den Menschen, die ihrem Leben noch viel zutrauen, die nicht müde geworden sind und noch hoffen ...“


24.05.2012
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