Marienschule und St.-Franziskus-Berufskolleg in Hamm legten gemeinsam den Grundstein
Sporthalle schweißt enger zusammen

- In die Zeitkapsel legten Prälat Joachim Göbel (Mitte) und Schulleiter Josef Brockmeyer, St.-Franziskus-Berufskolleg, sowie Wolfgang Vonstein, Marienschule, (rechts) die Grundsteinlegungs-Urkunde, das Leitbild Katholischer Schulen im Erzbistum Paderborn, das Schulprogramm der Marienschule, Euro-Münzen und eine aktuelle Tageszeitung.Foto: Plamper
Hamm. In einen silbern glänzenden, röhrenförmigen Edelstahlbehälter füllten Prälat Joachim Göbel und Schulleiter Josef Brockmeyer (St.-Franziskus-Berufskolleg) sowie Wolfgang Vonstein (Marienschule) die Grundsteinlegungs-Urkunde, das Leitbild Katholischer Schulen im Erzbistum Paderborn, das Schulprogramm der Marienschule, Euro-Münzen und eine aktuelle Tageszeitung. Die Grundsteinlegung mit dem Einlassen der „Zeitkapsel“ in das tragende Seitenelement des Haupteingangs für die neue Gemeinschafts-Sporthalle der Marienschule und des St.-Franziskus-Berufskollegs war ein besonderer Augenblick für alle Beteiligten.
von Elisabeth Plamper
Um für die derzeit rund 1 000 Schüler an beiden Schulen auch in Zukunft einen den Richtlinien entsprechenden Sportunterricht zu gewährleisten, sei der Bau der neuen Zweifachsporthalle notwendig geworden, erläuterte Göbel. Der Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbistum Paderborn übernahm auch die Segnung. Aus dem Segensbuch las die Schülersprecherin des St.-Franziskus-Berufskollegs die begleitenden Worte aus dem ersten Petrusbrief (1 Petr 2, 3-10). Im Segenspruch selbst hieß es dann: „Allmächtiger Gott, wenn du das Haus nicht baust, bauen die Bauleute vergebens. Du hast deinen Sohn zum Eckstein und Fundament deines Reiches gemacht. Wir bitten dich, segne diesen Grundstein, damit er heut und kommenden Zeiten daran erinnere, auf welches Fundament wir gebaut haben ...“ Als Hammer Seelsorger nahmen die Pfarrer Bernhard Mönkebüscher und Ludgerus Poggel als Gäste an der Grundsteinlegung teil.
Rund 2,3 Millionen Euro kostet die Sporthalle und entsteht im Auftrag des Erzbistums Paderborn auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Bauhofes auf historischem Boden im Herzen der Stadt Hamm. Nimmt man es genau, dann wird demnächst auf einem Brunnen geturnt, denn bei Ausschachtungsarbeiten für das Fundament stießen die Arbeiter auf eine mittelalterliche Wasserstelle. Bei der näheren Untersuchung des Schachtbrunnens fand der eingeschaltete Archäologe Günther Wiesendahl auch drei sogenannte Wellfüße aus Siegburger Keramik. Der Brunnen entstand wahrscheinlich während des 14. Jahrhunderts.
Im Herbst wird die Sporthalle voraussichtlich fertiggestellt sein, trotz des langanhaltenden Frostes im Dezember. „Wir liegen noch im Zeitplan“, erklärte Architekt Sebastian Anding bei der Grundsteinlegung. Vor allem lobte Anding die nachhaltige Bauplanung der Sporthalle, die bewusst vom Bistum auch gewollt gewesen sei. „Die nächsten einhundert Jahre hält sie mit Sicherheit.“
Lange sei über ihren Bau diskutiert worden, blickte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann auf die Planungsphase zurück. Doch nun sei „der neue Bau ein städtebaulicher Gewinn für unsere Stadt“.
Auch viele Schüler und Lehrer waren zur Grundsteinlegung gekommen. Wir freuen uns insbesondere für unsere Schüler, fassten die beiden Schulleiter Josef Brockmeyer vom St.-Franziskus-Berufskolleg und Wolfgang Vonstein (Marienschule) zusammen. Ein Ziel sei auch, dass die beiden katholischen Schulen durch die gemeinsame Nutzung der Turnhalle noch näher zusammenrücken.






