Aktuelle Ausgabe
2012-5

NRW-Tag 2010 erstmals mit eigener Kirchenmeile

Siegen pulsiert, die Kirchen auch

Sie stellten das Programm an und auf der Kirchenmeile vor: Superintendentin Annette Kurschus, Kirchenmusikdirektor Ulrich Stötzel, Bürgermeister Steffen Mues, Dekanatskatechet Wolfgang Winkelmann und Martin Horne, Koordinator der Kirchenmeile.

Siegen. Das hat es bisher bei einem NRW-Tag noch nicht gegeben, dass die christlichen Kirchen einer Stadt mit einer eigenen Kirchenmeile präsent waren, so Astrid Schneider, Leiterin der städtischen Öffentlichkeitsarbeit. Geplant war die Kirchenmeile zunächst nicht. Zunehmende Anfragen machten eine eigene Kirchenmeile dann erforderlich. 

Auf Ebene der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen trafen sich Interessenten, mit dem Ergebnis, dass nun am 18. und 19. September über 25 Gemeinden und Einrichtungen aus der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche, Freikirchen und sonstige christliche Gruppierungen ein bunt gemischtes  Programm mit vielen attraktiven Angeboten präsentieren.

Am Stand des katholischen Jugendwerks Förderband kann man die „Karriereleiter“ erklimmen. Mittels einer Strickleiter wird demonstriert, wie der „Aufstieg“ vom Kindergarten bis zum Chef verlaufen kann. Am Stand der „Tansania Partnerschaft im Kirchenkreis Siegen“ wird Mandazi, tansanisches Gebäck, hergestellt. Die Telefonseelsorge informiert über ihre Beratungsangebote. Etwas Besonderes hat sich der Bund der Katholischen Jugend einfallen lassen. Er bringt die Zuschauer zum Fliegen. Mutige können sich an einem Kran in die Lüfte heben lassen und die Siegener Oberstadt aus der Vogelperspektive erleben. Die Freien Evangelischen Gemeinden bieten eine Ruheinsel und viel Musik.

Begonnen wird der NRW-Tag am Samstag, 18. September, 10 Uhr, mit einem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst auf dem Schlossplatz Unteres Schloss. Das doppeldeutige und etwas provokante Motto lautet: „Siegen ist nicht alles.“

Am Freitag, 17. September, im Vorfeld der offiziellen Eröffnung, lädt die Pfarrkirche St. Peter und Paul um 20 Uhr zu einem Kirchenkonzert „Te Deum laudamus“ ein. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Die evangelische Nikolai-Kirche, Krämergasse 2, ist von Freitag, 17. September bis Sonntag, 19. September von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Sie bietet die Möglichkeit, im Getriebe der Stadt zur Ruhe zu kommen und die Architektur des spätromanischen Hallenhexagons zu genießen.

Zu sehen ist in dem Gotteshaus eine Ausstellung mit der Gruppe Handwerkskunst „Der Hände Werk“. Samstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr besteht die Möglichkeit der Turmbesteigung. Am Sonntag, 10 Uhr, findet ein Gottesdienst statt zum Thema: „Suchet der Stadt Bestes“.

In der St.-Marien-Kirche, Löhrstraße 23, wird am Samstag, 12 Uhr, die Ausstellung „Angelus – Zeit für Engel“ mit Bildern der Neunkirchener Künstlerin Irmtraud Schniedenharn eröffnet. Vor der St.-Marien-Kirche wird ein buntes Treiben herrschen. Hier wird das größte Weihrauchfass der Welt aufgebaut sein. Um 14 Uhr beginnt ein Orgelkonzert mit Matthias Schmitz und um 15 Uhr erläutert Diakon Matthias Weißner im Rahmen einer Kirchenführung das katholische Gotteshaus. Dem schließt sich ab 16 Uhr eine Liturgische Stunde mit Tanz und Meditation an. Mit einer Eucharistiefeier um 17.15 Uhr endet der erste NRW-Tag in der St.-Marien-Kirche.

Der Sonntag beginnt mit einem Fest-Hochamt um 9.30 Uhr unter der Beteiligung der Kroatischen Gemeinde. Um 12 Uhr steht eine Liturgische Stunde mit Tanz und Meditation auf dem Programm, dem sich um 14 Uhr eine Kirchenführung mit Diakon Matthias Weißner anschließt. Ein Orgelkonzert um 15 Uhr mit Matthias Schmitz und ein ökumenisches Taizé-Gebet um 17 Uhr beenden den Veranstaltungsreigen in der St-Marien-Kirche.

Auf der internationalen Bühne in der Nähe der Nikolai-Kirche ist am Sonntag, 19. September, um 12 Uhr und um 16.30 Uhr die MISEREOR-Modenschau zu sehen. Die ungewöhnliche Schau wurde in Aachen konzipiert und wird von der Aktion Eine Welt St. Michael Siegen und dem Dekanat Siegen präsentiert. Die Designerinnen und Designer sowie die Schneiderinnen und Schneider der Unikate wohnen in den Slums von Nairobi, leben in einem chinesischen Dorf oder zwischen den Reisfeldern Bangladeschs. Die Vielfalt der Modenschau ist faszinierend und reicht von traditionellen tibetischen Kleidern bis hin zu Kronkorken-Kreationen aus Kenia. 

Die Kirchenmeile, auf der sich zahlreiche kirchliche Einrichtungen präsentieren, befindet sich zwischen Neumarkt und Burgstra


04.02.2012
Impressum | Kontakt
3746