Kolpingsfamilie St. Petri Hüsten feierte 125-jähriges Bestehen
Seit Generationen – für Generationen
Hüsten. Mit einem eindrucksvollen Festakt im Petrushaus feierte die Kolpingsfamilie St. Petri Hüsten ihr 125-jähriges Bestehen. Nach dem Totengedenken am Grab von Gründerpräses Pfarrer Joseph Schmidt feierten die Kolpingler einen Festgottesdienst in der St.-Petri-Kirche.
Bezirkspräses Hubertus Böttcher, der den Gottesdienst mit Präses Dietmar Röttgen zele-brierte, erinnerte in seiner Predigt an die Gründerzeit der Oberhüstener Kolpingsfamilie. 20 Jahre nach dem Tod des Gesellenvaters Adolph Kolping herrschte die Zeit der Industrialisierung und des geistigen Umbruchs. Kolping habe die Zeichen der Zeit gesehen und erkannt, dass auch ein neuer Aufbruch der Christen notwendig sei, so Böttcher. Heute brauche die Kolpingsfamilie ebenfalls Leute, die anfassen und sich mit ihren Möglichkeiten in die Gesellschaft einbringen. „Auch der Glaube braucht das konkrete Ärmel-Hochkrempeln“, betonte Böttcher.
Beim Festakt beleuchtete der Hüstener Kolping-Vorsitzende Friedhelm Lübke die 125-jährige Geschichte der Kolpingsfamilie. Auch heute noch stehe die Person Kolpings im Mittelpunkt.
Kolping-Diözesansekretär Thomas Müller machte in seinem Festvortrag deutlich, dass die Begriffe Katholisch und Sozial zentrale Begriffe für die Zukunft einer Kolpingsfamilie heute sind. Bei Kolping sei kaum ein Satz zu finden, in dem das Wort „sozial“ ohne einen Bezug zum christlichen Glauben vorkomme.
„Christen aller Konfessionen sind zur Mitarbeit bei uns eingeladen“, so Müller. „Wir unterstützen und fördern alle Bemühungen zur Wiedererlangung der vollen kirchlichen Einheit in versöhnter Verschiedenheit.“ Der katholische Sozialverband sei zudem auch Lebensbegleiter für Benachteiligte und Hilfesuchende.
Das soziale Engagement drückte sich beim Jubiläum in Hüsten auch ganz praktisch aus: Einen Scheck über 1000 Euro überreichte die Kolpingsfamilie an Dr. Martin Rey für die Kinderstation des Karolinen-Hospitals Hüsten. Das Ergebnis einer Hutsammlung in Höhe von 500 Euro bekam das Kinderhospiz St. Raphael in Arnsberg.
Geehrt wurden beim Festakt für 65 Mitgliedsjahre Franz Vetter, Franz-Egon Nückel und Michael Kiefer. 60 Jahre Kolpingbrüder sind: Ferdi Schnock, Ferdi Schäferhoff, Heinz Steufgen, Eberhard Humpert, Heribert Linke und Hans Mimberg. Seit 25 Jahren gehören Isolde Vogel und Hans-Joachim Menn dem Kolpingverband an.







