Der Dom präsentierte sein neues Layout Generalvikar Alfons Hardt
Schwarze Kunst mit moderner Technik
Paderborn. Es war eine absolut perfekt koordinierte Produktion: Während die ersten Seiten des neuen DOMes bereits aus der Druckmaschine liefen, erlebte Paderborns Generalvikar Alfons Hardt am vergangenen Dienstag, wie an der letzten Seite noch gefeilt wurde. Als er nach einer Stunde Besuch das Druckhaus der Bonifatius Druckerei verließ, hatte er jedoch eine komplette aktuelle Zeitung in der Hand, druckfrisch, mit dem überarbeiteten Layout auf dem neuen Papier.
Die Einführung des neuen Layouts nach sieben Jahren war Grund genug für die Redaktion, die Bistumsleitung zum Andruck einzuladen. Und die kam in Person des Generalvikars, der auch die Interessen des Herausgebers vertritt. Für Alfons Hardt war es dabei der erste Besuch in der Druckhalle der Bonifatius GmbH. Und auch das erste Mal, dass er so intensiv in die „Schwarze Kunst“, wie das Druckhandwerk auch benannt ist, eingeführt wurde.
Nach einem gemeinsamen Foto vor der großen Rotoman von MAN, der Rollen-Offset-Druckmaschine, lernte der Generalvikar die mittlerweile im modernen Zeitungswesen üblichen Abläufe der Produktion kennen. Dazu gehörte nach der Übertragung des aktuellen Fotos aus der Druckhalle von der Digitalkamera in den Computer das Einsetzen in das Layout. Die einzelnen Zeitungsseiten werden heutzutage komplett in der Redaktion produziert. Wo ein Bild steht, wie groß eine Überschrift ist, ob eine Bildzeile unten oder links steht, wieviel Zeilen ein Artikel hat, all das bestimmt heute der Redakteur. Die Zeiten der Schriftsetzer und Metteure, die Artikel abschrieben und zu einer Zeitung zusammensetzen, sind heute vorbei.
Nach der Arbeit in der Redaktion folgte die unsichtbare Leistung der „odystar“, einer Software, die die fertigen Seiten der Redaktion auf einer Vorlage positioniert und zur Produktion einer Druckplatte umrechnet. Die wurde in der Plattenkopie erstellt. Das ist die Abteilung, in der mittels UV-Licht die Druckdaten in eine beschichtete Aluminiumplatte gebrannt werden.
Mit diesen Platten, vier werden pro Druckbogen benötigt, für die vier Grundfarben Blau (cyan),Rot (magenta), Gelb (yellow) und Schwarz (black).
Dann ging es nach einem Rundgang für Generalvikar Alfons Hardt wieder zurück an die große Rotoman. Dort wurden die Platten auf die einzelnen Farbwerke aufgespannt und anschließend zusammengedruckt. Nach dem vierten Farbwerk war so eine komplette Zeitungsseite entstanden, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu
50000 Umdrehungen pro Stunde auf der Papierbahn durch die Maschine sauste, nach dem Offset-Druckverfahren getrocknet wurde, und gefaltet sowie gefalzt aus der Maschine kam. Im Beileger und Hefter wurden dann aus vier Druckbahnen des DOM mit je 16 Seiten die 64 Seiten jeder Woche geheftet, die teils noch durch die Pfarrnachrichten ergänzt werden.
„Beeindruckend“ kommentierte Hardt die moderne Technik, mit der heute gedruckt wird. Das neue Layout des DOM fand zudem seine Anerkennung, er dankte der Redaktion im Namen des Herausgebers für das monatelange zusätzliche Engagement.







