Aktuelle Ausgabe
2012-20

Das Dekanat Herford Lippe bietet gemeinsam mit der ökumenischen Kirche einen Pilgerweg an

Schreiten auf neuen Pilgerwegen

Mit Wanderstock und Programmheft: Das Organisationsteam ist bestens für die Pilgertour gerüstet.

Bad Oeynhausen. Lourdes, Santiago de Compostela, Minden, eine im Moment noch etwas ungewöhnliche Aufzählung. Doch wenn es nach den Wünschen des Dekanats Herford-Minden geht soll sich das im kommenden Jahr ändern, denn dann steht Gläubigen und Interessierten ein neuer, ökumenischer Pilgerweg zur Erwanderung bereit.

Von Ruth Lakenbrink

Gemeinsam mit den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreisen Herford, Minden, Lübbecke und Vlotho wurde eine Strecke zwischen Lübbecke und Minden ausgeguckt, die im kommenden Juni erstmals erwandert werden soll. „Mit Christus unterwegs“, so lautet das Motto des ökumenischen Pilgerwegs, der zwischen Mittwoch, den 10. und Sonntag, den 14. Juni 2009 beschritten werden soll. Ausgangspunkt ist Lübbecke, genauer gesagt die dortige Andreaskirche. Mit einem ökumenischen Taizé-Gebet beginnt die gemeinsame Pilgerschaft, die über Oberbauerschaft, Dünne, Kirchlengern, Schweicheln, Herford, Lohe, Bad Oeynhausen, Rehme, Porta Westfalica/Hausberge bis nach Minden gehen soll, und zwar durch „landschaftlich reizvolle Ecken“, wie es bei der Präsentation des Projektes hieß. So wird etwa durch Teile des Wiehengebirges und an der Weser entlang gepilgert.
Die längste Teilstrecke beträgt etwa 15 Kilometer. Doch auch Menschen, die weniger gut zu Fuß sind, müssen sich über ihr Fortkommen keine Sorgen machen. Zwei Bullis sollen als ständige Begleiter der Pilgerschaft dabei sein und bei Bedarf fußmüde Gläubige transportieren. Außerdem werden alle Pilger kleinere Teilstrecken mit Kleinbussen zurücklegen. Auch eine Weserüberquerung per Fähre ist geplant.
Die genaue Route wurde von dem Projektteam ausgeguckt und zunächst selbst erwandert. Bei der Auswahl der Ziele haben die Organisatoren darauf geachtet, dass es sich um Orte handelt, die „seit Jahrhunderten die Glaubens- und Lebenswege von Menschen in der Region geprägt haben“, so Christian Hohmann, evangelischer Regionalpfarrer für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe). Gemeint sind etwa der Mindener Dom auf katholischer wie die Herforder Jakobi-Kirche auf evangelischer Seite. Die Route soll die Teile des Dekanats Herford-Minden und die nahezu deckungsgleiche Fläche der vier evangelischen Kirchenkreise an vier Tagen miteinander verbinden. Eingeladen sind Christen beider Konfessionen, der Baptistischen Kirche sowie alle Interessierten. „Die Idee ist einfach, bei den Menschen die Lust am christlichen Glauben zu wecken“, so formuliert es das Projektteam. Und ist auf die Rückmeldungen gespannt. Denn von der Zahl der angemeldeten Teilnehmer hängen große Teile der Organisation ab. Doch auch wenn 50 regelmäßige Pilger bereits als Erfolg gewertet würden, gibt es nach oben hin kaum Grenzen.
Für die Teilnahme an dem Pilgerweg stehen vier Möglichkeiten zur Verfügung. So kann etwa die gesamte Pilgerreise mitgemacht werden inklusive Übernachtungen. Für alle, denen das zu viel ist, gibt es die Möglichkeit, nur einen Tag mitzupilgern oder die Pilger gar nur durch das eigene Gemeindegebiet zu begleiten. Schließlich können sich Interessierte auch noch als Gastgeber der Pilger erweisen, denn ein Großteil der Übernachtungen soll in Privatquartieren erfolgen.
Flyer mit dem Programm und allen wichtigen Informationen werden derzeit an die Gemeinden verteilt. „Wir haben bisher wenig gelernt zusammenzuarbeiten“, erklärt Hohmann. Doch das soll sich nun ändern.


24.05.2012
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