Ökumenischer Fahrradgottesdienst in Hamm
„Sattelfest“ mit Gottes Segen
Hamm (emp). „Mit Gottes Segen“ auf die Strecke. Das war das Ziel zahlreicher Radfahrer, die in Hamm zum ökumenischen Open-Air-Wortgottesdienst vor der Paulus-Kirche kamen. Die Feier war der Auftakt zum großen Volksradfahren „Sattelfest“ zwischen Soest und Hamm, das bereits zum vierten Mal stattfand.
Während in diesem Jahr der offizielle Startschuss in Soest fiel, begann die Veranstaltung in Hamm traditionsgemäß um 9.30 Uhr mit dem ökumenischen Wortgottesdienst, zu dem sich trotz wechselhaften Wetters Dutzende Radler eingefunden hatten. Hatte sich der Himmel am frühen Morgen noch eher bedeckt gezeigt, wechselten sich Wolken und Sonne während des Gottesdienstes ab.
„Für mich ist es das erste ‚Sattelfest‘ in Hamm“, sagte Gemeindeassistentin Andrea Scheithauer von der katholischen Kirchengemeinde St. Agnes im Pastoralverbund Hamm-Mitte. Vor gut einem Jahr hatte sie ihre Arbeit dort aufgenommen. Den Wortgottesdienst hatte sie gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Heide Bunse-Großmann vorbereitet.
Als Motto hatten die beiden Frauen „Freie Fahrt zwischen Hamm und Soest“ gewählt. Entsprechend suchten sie auch Texte und Lieder aus. So erklangen Lieder vom „auf dem Weg sein“ und über „die Natur“ als Gabe Gottes. Auch der irische Reisesegen „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein ...“ mit dem bekannten Refrain „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand ...“ gehörte ebenso dazu wie das „Laudato si“. Musikalisch begleitete der Posaunenchor des Kirchenkreises Unna den Gottesdienst. Den Altar auf der großen Veranstaltungsbühne hatte Küster Peter Glock hergerichtet.
Im Dialog stellten Gemeindereferentin und Pfarrerin das Fahrrad als Symbol für die Beziehung zwischen Gott und den Menschen sowie das Miteinander der Menschen untereinander vor. Wichtig seien die Räder: „Nur mit ihnen läuft es rund. Sie sind der Kontakt zur Erde ...“ Mit dem Lenker werde die Richtung bestimmt. „Dank ihm können wir die Richtung bestimmen“ und „unser Ziel erreichen“, betonten die beiden Frauen. Jedoch sei der „Lenker“ nicht nur am Fahrrad wichtig. Im Leben habe Gott als Lenker seinen Platz: „Er hilft mir, eine gute Richtung zu finden.“ Unter dem Klang zahlreicher Fahrradklingeln ging es anschließend zum Startpunkt der rund 40 Kilometer langen autofreien Tour.







