Aktuelle Ausgabe
2012-5

Erlös aus Benefiz-Turnier in Lippstadt soll heimischen Kindern in Not zugutekommen

Promis golfen für guten Zweck

Schwangen für den guten Zweck in Lippstadt die Golf-Eisen (v.l.): Bernd Batthaus (Vorstand Ritzenhoff AG), Showmaster Werner Schulze-Erdel, Snowboard-Weltmeisterin Sandra Farmand und Laurenz Meyer (CDU).

Lippstadt. Ex-Boxweltmeister Sven Ottke haut wieder richtig drauf. Diesmal schlägt der 43-Jährige allerdings keine Gegner, sondern Golfbälle – und zwar für die gute Sache. Gemeinsam mit unzähligen weiteren Promis wie Showmaster Werner Schulze-Erdel, den Schalker Kremers-Zwillingen, Leichtathletik-Legende Manfred Germar, den Fußball-Weltmeistern Rainer Bonhof und Uwe Bein sowie den Biathleten Ricco Groß und Frank Luck ging es jetzt im Rahmen der vierten „WiB-Trophy“ auf die Lippstädter Greens und Fairways. Die Gewinner des Turniers standen indes bereits vor dem ersten Abschlag fest: Kinder in Not. 

von Stefan Niggenaber 

„WiB“, das steht für den inzwischen geflügelten Kult-Spruch: Wo ist Behle? Seiner Stiftung, der Jochen-Behle- Kinder- und-Jugendhilfe mit Sitz in Anröchte, konnten bereits im letzten Jahr rund 11 000 Euro Reinerlös aus dem prominent besetzten Golf-Turnier zur Verfügung gestellt werden. Und auch in diesem Jahr soll der Gewinn wieder der Stiftung des aus dem Sauerland stammenden Bundestrainers der Ski-Langläufer zu- gutekommen.

„Damit wollen wir benachteiligten Kindern aus der Region helfen“, erklärt Stiftungsvorsitzender Heiner Cramer den Sinn des prominenten Schlagabtauschs. Das Geld gehe derweil an ganz unterschiedliche Einrichtungen. Ob nun der Paritätische Wohlfahrtsverband, „Kein Kind ohne Mahlzeit“ oder heimische Kindergärten – wichtig sei den Verantwortlichen vor allem die Gewissheit, so Cramer, „dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird“. Der Betrag von in der Regel über 10 000 Euro komme derweil nicht nur durch Spenden und Sponsoren allein zustande, weiß Heiner Cramer. Auch das Startgeld von 150 Euro pro Nase – ob nun prominent oder nicht – trage ganz wesentlich dazu bei. Da störe es auch keinen, dass es beim Turnier statt Hummer und Kaviar „nur“ Haxen mit Sauerkraut auf die Gabel gibt. Schnick-Schnack zähle halt nicht –  sondern letztlich einzig und allein das Ergebnis für den guten Zweck.

In ihrer Form wird die Behle-Golf-Trophy jedes Jahr beliebter. War man vor vier Jahren noch auf der Schmallenberger Golfanlage im Sauerland mit etwa 70 prominenten Teilnehmern an den Start gegangen, lockt der kuriose Wettkampf mittlerweile hunderte Sportler aus dem ganzen Bundesgebiet, Österreich und sogar der Schweiz nach Lippstadt.


04.02.2012
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