Baustein zur individuellen Förderung von Grundschülern an katholischer Grundschule
Overberger machen eigene Zeitung
Hagen. Betritt man die katholische Overberggrundschule, fällt der Blick auf eine Reihe von Auszeichnungen. Darunter ist zum Beispiel eine Urkunde von der Karg-Stiftung. Sie kümmert sich um Hochbegabte. Daneben hängt die Anerkennung vom Land NRW, die die individuelle Förderung der Schüler/-innen in dieser Schule hervorhebt.
von Meinolf Steinhofer
Ein Baustein für das umfangreiche Programm dieser Schule ist die „Freiarbeit“. Hier kann jeder Schüler entsprechend seinen eigenen Neigungen selbstständig (weiter-)lernen. In solchen Stunden treffen sich die Mitarbeiter der Schülerzeitung.
Es gibt zunächst den festen Kreis der Schulredakteure. Sie sind zuständig für die Themenauswahl der Ausgabe und überlegen, wer welchen Text schreiben kann. Daneben gibt es „freie Mitarbeiter“, die angesprochen werden oder selbst Beiträge hereinreichen. Außerdem ist die gesamte Schulgemeinschaft aufgefordert, Texte, Fotos, Gedichte und selbst gemalte Bilder zu liefern.
Die Zeitung, die etwa 10-mal im Jahr erscheint, hat sogar feste Rubriken: Eine davon ist das „Wunschwetter“. Hier wird nicht nach wissenschaftlichen Modellen das kommende Wetter vorhergesagt. Hier dürfen die Kinder sich ihr Wetter wünschen. In der Adventsausgabe haben Benita Rasche und Jule Kurth ihre Vorstellung in Gedichtform gebracht: „Der Schnee soll liegen, auf die Erde fliegen! Rodeln soll man können. Und Schneebälle werfen!“
Benedikt Grobe, ein weiterer Jungredakteur, steuert ebenfalls ein selbstverfasstes Gedicht bei, zum 6. Dezember: „Dunkel wird es nun um vier, überall und auch bei mir. Und in der Nacht vor Nikolaus stell ich meine Stiefel aus.“
Es finden sich in der vierseitigen Zeitungsausgabe aber auch Texte ohne Versreim, Berichte und Interviews. Die beiden fußballbegeisterten Maik Hartmann und Noah Zacharias sorgen für den richtigen Kick in dem Blatt. Hatten sie noch im November über den BVB Dortmund berichtet, folgte in der Advents-Ausgabe ein Interview mit Schulsekretärin Kerstin Reuter-Herkenberg: Sie ist Schalke-Fan.
Gern gesehen sind auch Bilder und Kurzgeschichten, die sich die Kinder ausdenken. In der aktuellen Ausgabe ist zum Beispiel eine Erzählung von Lina Pedicillo und Laura Knura aus dem Kuscheltierland. Passend dazu eine selbst gemalte Kuscheltier-Krippe.
Stefan Welzel begleitet die kleinen Redakteure seit über einem Jahr und sorgt dafür, dass die Bilder, Texte und Zeichnungen passgenau auf die beiden DIN-A4-Seiten kommen. Danach geht „Der Overberger“, so der Name der Zeitung, in Druck, wird in der Schule verteilt und kommt ins elektronische Archiv. Unter www.overbergschule.de sind die aktuellen und die älteren Ausgaben nachzulesen.







