Aktuelle Ausgabe
2012-20

Pfarrer Josef Holtkotte veröffentlicht Buch über die Marienkapelle

Ort der Stille erleben

Vorgestellt: Heimleiter Klaus-Dieter Heinrich (links) und Pfarrer Josef Holtkotte mit dem Buch über die Marienkapelle. Foto: Lakenbrink

Bielefeld. „Dieses Buch ist die Möglichkeit für Besucher, die kommen und sich informieren wollen, einen anderen Zugang zu bekommen.“ Pfarrer Josef Holtkotte hat sehr oft die Frage nach der Bedeutung der Kunst in der Marienkapelle im Pflegewohnheim St. Pius gestellt bekommen. Um all diese Fragen zu beantworten, hat der Bielefelder Seelsorger nun ein Buch veröffentlicht, das sich mit der Kunst in der Kapelle auseinandersetzt und diese in einen religiösen Zusammenhang stellt.

von Ruth Lakenbrink

„Die Marienkapelle im Pflegewohnheim St. Pius – Einblicke“ lautet der schlichte Titel des 60-seitigen Buches. Darin beschreibt Pfarrer Holtkotte (St.-Jodokus-Gemeinde) die Kapelle und die darin enthaltenen Kunstwerke. Es ginge darum, die Kapelle „als einen Ort der Stille, des Gebets und der besonderen Nähe Gottes kennenzulernen“. Nach einer allgemeinen Einführung und architektonischen Beschreibung widmet sich der Pfarrer in kurzen Texten den wichtigsten Punkten innerhalb des Raumes. Dabei erläutert er gleichermaßen die zu sehenden Kunstgegenstände als auch ihre liturgische und christliche Bedeutung. Denn es ginge sowohl darum die vorhandene Kunst zu betrachten, als auch diese „geistlich zu erschließen“, so Holtkotte.
Am 1. Mai 2006 wurde die Marienkapelle nach einem grundlegenden Umbau durch Weihbischof Matthias König gesegnet und der Altar geweiht. Die Bildhauerin Maria Koch aus Bielefeld schuf die wesentlichen Elemente des Inventars, angefangen vom Ambo über das Weihwasserbecken bis hin zur Pietà. Der Glaskünstler Thomas Jessen steuerte farbige Glasfenster bei und die Architekten Bettina und Nikolaus Kaltenbach zeichneten für die teilweise recht ungewöhnliche Gestaltung verantwortlich. So erhellt etwa ein Sternenhimmel den Raum, der die Sternbilder über Bielefeld abbildet.
Gleichsam aus den Augen eines Besuchers, der seinen Blick schweifen lässt, nähert sich Holtkotte in seinem Buch diesen Details. Seinen Texten stellt er passende Bibelzitate zur Seite. Außerdem bebildern zahlreiche Fotografien von Irene von Uslar die Erklärungen.
Ursprünglich hatte der Pfarrer lediglich eine Informationsbroschüre zur Kapelle geplant. „Ich war von Anfang an sehr angetan von der Kapelle“, schildert der Seelsorger seine Motivation. Doch als er nach der Eröffnung 2006 anfing, die Texte zu verfassen, wuchs allmählich die Idee, daraus etwas größeres, ein Buch, zu gestalten. So beließ es Holtkotte thematisch nicht nur bei der Kapellenbeschreibung, sondern hat sein Werk noch um einen Gebetsteil ergänzt. Allgemein bekannte Gebete, Texte berühmter Autoren sowie eigene Gedanken hat der Pfarrer dafür zusammengetragen.


23.05.2012
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