Seminar der IN VIA-Beratungsstelle Jugend und Beruf mit der Hauptschule „Am Ostpark“
Nicht nur Berufspläne geschmiedet
Dortmund. In der Werkstatt der Kunstschmiedin Barbara Abendroth am Ostpark beweisen Schülerinnen einer 9. Klasse der Hauptschule „Am Ostpark“, dass sie sich auch im „Blaumann“ wohlfühlen. Jede fertigt ein Metallobjekt und assistiert, wenn Barbara Abendroth es zusammenschweißt.
Die Aktion ist Teil eines dreitägigen Seminars der IN VIA-Beratungsstelle Jugend und Beruf. Gesponsert wird dieser Besuch in der Werkstatt durch den Zonta-Club Dortmund, der sich für bessere berufliche Chancen von Frauen einsetzt.
„Das macht wirklich Spaß!“ Jasmin Kulas hantiert fast wie ein Profi mit Feile und Metallsäge. Dabei macht sie das heute „zum ersten Mal“, sagt die 15-Jährige. Das Metallobjekt, mit dessen Bearbeitung sie vor etwa zwei Stunden begonnen hat, nimmt schon Formen an. „Es wird einen schönen Platz zu Hause bekommen“, freut sich die Schülerin.
Auch die anderen Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sind eifrig bei der Sache. „Die ein oder andere hatte anfangs erst ein paar Berührungsängste, aber die sind schnell vergessen“, erläutert Sabine Omlin von der IN VIA-Beratungsstelle. Neues kennenzulernen, so Omlin, sei ein wichtiger Punkt in dem dreitägigen Seminar, zu dem der Besuch in der Schmiedewerkstatt gehört: „Wir möchten ihr Interesse für die Möglichkeiten über die traditionellen Frauenberufe hinaus wecken und zeigen, dass es noch viel mehr gibt.“ Ebenso sollen die Schülerinnen lernen, selbst aktiv zu werden und sich Infos über Ausbildungsmöglichkeiten zu beschaffen.“
Die IN VIA-Beratungsstelle Jugend und Beruf bietet seit sechs Jahren den Mädchen der Hauptschule „Am Ostpark“ und der Hauptschule „Innenstadt West“ eine intensive Begleitung in der Phase der Berufsorientierung und im Bewerbungsprozess. Konkret wird diese Hilfe auch in den Bewerbungssprechstunden in der 10. Klasse, wenn es an das Verfassen von Bewerbungsunterlagen geht. An einem Vormittag in der Woche sind Sabine Omlin und ihre Kollegin Elisabeth Hasse in den Schulen präsent. Eine Zusammenarbeit, die nicht nur den Schülern hilft, sondern auch bei den Pädagogen sehr willkommen ist.







