Aktuelle Ausgabe
2012-20

„Kirche für Kinder“ im Pastoralverbund Dortmund-Nord-West

Mit Luzie zu Jesus

Nicht überfordern und nich langweilen: Pfarrer Hubert Werning erklärt bei der „Kirche für Kinder“ im Pastoralverbund Dortmund-Nord-West das Symbol des Kreuzes.

Dortmund-Mengede. Luzie ist eine graue Maus – und trotzdem etwas ganz Besonderes: Gemeinsam mit Pfarrer Hubert Werning führt sie in der Mengeder St.-Remigius-Kirche durch die Krabbelkindergottesdienste für Kinder zwischen ein und vier Jahren des Pastoralverbundes Dortmund-Nord-West. Denn Luzie ist eine Kirchenmaus.

Allerdings liegt es wohl nicht allein am Charme des kleinen flauschigen Kuscheltiers, dass die Gottesdienste für Kleinkinder seit ihrem Start im Februar eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben haben. „Da kommen eine ganze Menge positive Faktoren zusammen“, fasst Pfarrer Werning seine Sicht zusammen. Und nennt gleich als erstes das „tatkräftige“ Vorbereitungsteam sowie die Tatsache, dass das Projekt auf eine Initiative von Eltern zurückgeht: „In meinen Augen ist das wirklich optimal gelaufen!“
„Das Team stand eigentlich schon 24 Stunden, nachdem die Idee zu diesen Gottesdiensten entstanden war“ erinnern sich Rebecca Forsthövel und Nicole Düvel, die gemeinsam mit Yvonne Bonorden, Stefanie Werthschulte und Julia Hüsing den Vorbereitungskreis bilden. Rebecca Forsthövel: „In unseren Augen fehlte so ein Gottesdienst einfach, denn wir alle sind der Meinung, dass Kirche einfach selbstverständlich zum Leben gehören sollte – in jedem Alter.“ Auch die Kleinsten werden nach Ansicht der jungen Mütter nicht überfordert, wenn der Gottesdienst wirklich auf sie zugeschnitten ist.
Dazu gehöre ein gewisses Schema: „Zu Beginn rufen und suchen die Kinder Luzie, danach gibt es ein Gespräch zwischen der Kirchenmaus und Pfarrer Werning, in dem das Thema des Gottesdienstes vorgestellt wird.“ So ging es im ersten Gottesdienst um Freundschaft und im zweiten zu Ostern wurde das Kreuz als christliches Symbol vorgestellt. Zu diesem thematischen Teil gehören Elemente, die sich wiederholen: Das Eingangslied genauso wie das Vaterunser und die Gabenbereitung.
Ein Konzept, das die Kinder fesselt, ohne sie zu langweilen oder auf der anderen Seite zu überforden. Denn die Zahlen sprechen für sich: Zum ersten Gottesdienst kamen etwa 45 Besucher, zum zweiten im April waren es schon doppelt so viele. „Darunter viele, die wir vorher in der Kirche noch nie gesehen hatten!“ Für Pfarrer Werning ein wichtiger Punkt: „Gerade Familien mit ganz kleinen Kindern nehmen nicht unbedingt aktiv am Gemeindeleben teil.“ Entsprechend wichtig findet er es, diesen Familien „Orte zu eröffnen, wo sie gerne hingehen und sich wohlfühlen“. Auch die Werbung für die Gottesdienste sei darauf abgestimmt: „Über unsere Pfarrnachrichten erreichen wir sie nicht unbedingt, deshalb verteilen wir spezielle Handzettel und Plakate.“ Der nächste Gottesdienst wird nach den Sommerferien am Samstag, 16. August, um 14 Uhr in der Mengeder Remigius-Kirche gefeiert. Anschließend sind alle zu einem Treffen im Gemeindehaus eingeladen. „Schließlich ist es für uns wichtig, immer wieder zu hören, ob wir Kinder und Eltern wirklich erreicht haben“, sagt Nicole Düvel. „Wir sind ja auch für Kritik offen“, fügt Rebecca Forsthövel hinzu.
Offen ist das Vorbereitungsteam auch für neue Mitglieder. Wer Interesse hat, kann sich an Rebecca Forsthövel unter der Nummer 02 31 / 3 95 65 27 wenden. -haus


23.05.2012
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