Aktuelle Ausgabe
2012-20

1. ökumenischer Gemeindetag in Hagen-Hohenlimburg

„Mehr Gemeinsamkeit“

Die Musik spielte beim ökumenischen Gemeindetag in Hohenlimburg eine große Rolle. Foto: Rieke

Hagen-Hohenlimburg. Die ökumenischen Bibelwochen waren in Hohenlimburg die ersten  Schritte in Richtung „mehr Gemeinsamkeit“. Als 2006 die Teilnehmerzahlen zurückgingen, überlegten die Verantwortlichen Neues. Es folgte 2007 ein Jahr, in dem reihum die Prediger „getauscht“ wurden. Viermal stand in den christlichen Gemeinden nicht der gemeindeeigene Pastor auf der Kanzel - die jeweilige Predigt über einen Bibeltext hielt einer der beteiligten Theologen aus einer anderem Hohenlimburger Gemeinde.

von Meinolf Steinhofer

In diesem Jahr folgte erneut ein Experiment: der erste ökumenischen Gemeindetag. Fünf Gemeinden hatten ihre Mitglieder in den Innenhof des Evangelischen Krankenhauses in Elsey eingeladen. Vorher hatten die katholische St.-Bonifatius-Gmeinde, die Evangelisch Lutherische Kirchengemeinde, die Freie evangelische Gemeinde und die beiden evangelisch Reformierten Gemeinden aus Berchum und der Innenstadt Hohenlimburgs jeweils Fragen zu ihrer Gemeinde entworfen. „Wie hieß der erste Pfarrer der St. Bonifatius-Gemeinde: Lang, Kurz, Weiß?“, fragten die Katholiken.
Die evangelische Berchumer Kirchengemeinde wollte etwas über ihre Patron wissen. Achtzehn Antworten sollten die Teilnehmer herausfinden. Die Auflösung erfolgte am Nachmittag. Dabei stellte sich heraus, dass sogar eine Straße nach dem ersten Katholischen Geistlichen in Hohenlimburg benannt ist: der „Pfarrer Lang Weg“. Der gesuchte Patron war „Erbprinz Maximilian zu Bent­heim“.
Begonnen hatte der Tag mit einem offenen Singen, dem der gemeinsame Gottesdienst folgte. Er war an die Elia-Geschichte aus dem Alten Testament angelehnt und stand unter dem Motto: „Steh auf und iss!“. Ein Anspiel regte die Zuhörer zum Nachdenken an: Dr. Held, ein erfolgreicher Arzt, weigert sich, in den OP-Saal zu kommen. Er sei einfach ausgebrannt. So ähnlich erging es auch dem Propheten Elia. Er floh in die Wüste, wo ihm ein Engel Mut zusprach. Dem Motto „Steh auf und iss“ kamen auch die rund zweihundert Zuhörer anschließend nach. Die Krankenhausküche hatte einiges vorbereitet.
Am Nachmittag zeigt der Graffitikünstler Christoph Plonski den Jugendlichen den ersten Umgang mit Sprühdose und Leinwand. Interessierte Erwachsene widmeten sich derweil der Bibelarbeit mit Pfarrer Hans-Jörg Kröckert.
Nach Kaffee und Kuchen lud Kantor Peter Wigge von der St.-Bonifatius-Gemeinde noch einmal zum offenen Singen ein. Danach lichteten sich die Reihen und Pfarrer Dr. Thorsten Jacobi zog eine positive erste Bilanz des Tages: „Ich denke, das Experiment ist uns gelungen.“


23.05.2012
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