Die Malteser in Borchen feierten ihr 40-jähriges Bestehen mit Festgottesdienst und Empfang
Malteser: Groß in der Jugendarbeit
Borchen. Mit einem Festgottesdienst, einem anschließenden Empfang und einem großen Familientag feierten die Malteser in Borchen bei Paderborn ihr 40-jähriges Bestehen.
Mit nichts als seiner eigenen Begeisterung hatte Hans-Otto Knippschild im Mai 1971 begonnen, die Malteser auch in Borchen aufzubauen. Nach seinem Engagement bei der Hilfsorganisation in Paderborn wollte er den Grundgedanken der katholischen Malteser auch in Borchen umsetzen. Ohne Unterkunft, ohne Material, ohne Fahrzeug startete er, Ausbildung und Sanitätsdienste standen im Vordergrund. In der Grundschule in Nordborchen kamen die Malteser zunächst unter, die ersten Aktiven ließen sich über Erste-Hilfe-Kurse begeistern. Wenn ein Krankenwagen gebraucht wurde, lieh sich Knippschild den bei den Nachbarn in Paderborn.
In Borchen sind derzeit rund 140 Malteser aktiv, 70 von ihnen in den Jugendgruppen. Mit Sänitätsdiensten und Ausbildung, aber auch im sozialen Ehrenamt wie Besuchsdienst und Nachhilfe engagieren sich die Mitglieder der katholischen Hilfsorganisation vor Ort.
In der Jugendarbeit engagieren sich 75 Jugendliche und Leiter in drei Gruppen. Zu Pfingsten erst waren die Borchener Gastgeber für das große Diözesanzeltlager mit 280 Jugendlichen.
Im Katastrophenschutz stellen die Borchener Malteser einen Teil eines Führungstrupps. Bis zu 40 Kurse im Jahr erteilen die Malteser in Erster Hilfe oder lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Die sozialen Dienste der Malteser wachsen stetig: Fünf Ehrenamtliche sind im Besuchsdienst aktiv. Im Nachhilfeprojekt unter Leitung von Sabine Filmar engagieren sich bis zu 15 Ehrenamtliche für Schüler und helfen ihnen an zwei Tagen pro Woche bei den Schularbeiten.
Festredner bei der Jubiläumsveranstaltung war der Paderborner Landrat Manfred Müller. Er bedauerte fehlende menschliche Nähe und drohende Anonymität in der Gesellschaft. Müller hob hervor, dass gerade die Nähe und Zuwendung zu anderen den Menschen heute nicht mehr leicht falle. „Doch dafür muss man sich Zeit nehmen“, dankte der Landrat den Maltesern für ihren Einsatz im Sinne dieser Nähe.
Großes Lob gab es auch von Malteser-Diözesanleiter Dr. Wolf van Lengerich. Die Borchener seien unter Maltesern in ganz Deutschland bekannt, betonte er. Habe der Ortsverband doch die bundesweit zweitgrößte Jugendarbeit innerhalb der Hilfsorganisation.







