Aktuelle Ausgabe
2012-20

Kirchentagssonntag im Januar soll für die ökumenische Veranstaltung in München aktivieren

„Macht Euch auf den Weg!“

Hans-Georg Hunstig und Dr. Peter Witte (Diözesankomitee), Uschi Riekenbrauch und Manfred Schwarz (Landeskirche Westfalen), Rolf-Joachim Krohn-Grimberghe und Fritz Tibbe (Lippe) Foto: si

Paderborn/München. Sie sollten „weiter Segen sein“ in der Welt. Das war klare Aufforderung an alle Teilnehmer nach dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin vor sechs Jahren. 2010 soll es nun eine Wiederholung in München geben. Damit alle Gemeinden, ob katholisch oder evangelisch, darauf entsprechend eingestellt sind, haben sich jetzt die Vorbereitungsteams auf regionaler Ebene getroffen. Ihr Aktionspaket beinhaltet einen Kirchentagssonntag am 31. Januar, eine Sammlung von beispielhaften Aktionen sowie die Aufforderung, gemeinsam nach München zu fahren.

von Christian Schlichter

Kirchentage sind Veranstaltungen in der Hand von Laien. Selbstverständlich also, dass sich auch Laien in der Region um die Vorbereitung kümmern. Auf katholischer Seite ist das im Erzbistum Paderborn das Diözesankomitee, das mit den evangelischen Landesausschüssen für den Kirchentag in Westfalen und Lippe zusammenarbeitet. Bei einem gemeinsamen Treffen haben die drei Gremien jetzt einen großen Aufruf verabschiedet. Mit ihm wollen sie nicht nur werben, sondern bereits im Vorfeld auf viele ökumenische Projekte vor Ort aufmerksam machen.
„Macht Euch auf den Weg nach München“, lautet die zentrale Überschrift der drei  Aufrufe, mit denen die beiden Landesausschüsse sowie das Diözesankomitee jetzt alle katholischen und evangelischen Gemeinden auf dem Gebiet des Erzbistums Paderborn aktivieren wollen. Der Ökumenische Kirchentag vom 12. bis 16. Mai in München wolle den Menschen in der aktuellen Situation sowie mit Blick in die Zukunft Hoffnung geben. Er lade nicht nur zur Begegnung ein, biete Podien oder Diskussionsforen, sondern zeige auch Wege für verantwortliches Handeln. Das alles solle aber erst gelingen durch die Klammer aus gemeinsamen Gottesdienst, gemeinsamer Bibelarbeit und gemeinsamen Gebet.
Mit einem Kirchentagssonntag am 31. Januar sollen sich alle Gemeinden auf das ökumenische Großereignis im Mai einstimmen. Ob durch eine einfache Gestaltung des Gottesdienstes mit auf den Kirchentag abgestimmten Fürbitten, ob mit Predigten oder weiteren Elementen oder gar mit einem Aktionstag benachbarter evangelischer oder katholischer Gemeinden soll das umgesetzt werden. Der Kirchensonntag sei mit Präses Buß für die westfälische und Superintendent Dutzmann für die lippische Landeskirche ebenso abgestimmt, wie mit Erzbischof Becker.
„Wir sammeln Zeichen der Hoffnung“, soll in Anlehnung an das Motto des Kirchentages die Aufforderung an die Gemeinden sein, Projekte einzuschicken, „bei denen Christen solidarisch in ihrem Umfeld angepackt haben“. Darüber hinaus sollen über die Internetseite www.oekt-zeichenderhoffnung.de Projekte vorgestellt werden, bei denen Gemeinden sich für Gerechtigkeit in der Welt eingesetzt hätten oder positive Zeichen der Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen gesetzt haben.


23.05.2012
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