Aktuelle Ausgabe
2012-20

Durch Rollenspiele interkulturelle Öffnung geübt

Lob aus Düsseldorf für Caritas

Ralf Plogmann und Jovanovska Snezana beim Rollenspiel in der Sozialstation Schwerte-Holzwickede.

Unna. Der Caritasverband für den Kreis Unna setzt Maßstäbe: Die kontinuierlichen Schulungen zur  interkulturellen Öffnung der Caritas-Mitarbeiter brachten dem Verband Lob vom Integrationsbeauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Thomas Kufen, ein. Er honorierte das Engagement des Verbandes als „eine Bereicherung“ und attestiert den Projekten zukunftsweisende Bedeutung.

von Antje Gröpl

Seit zwei Jahren investiert der Caritasverband für den Kreis Unna in die interkulturelle Öffnung seiner Mitarbeiter. Um Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zu sozialen Angeboten oder Pflegedienstleistungen zu vereinfachen, lernen die Caritas-Mitarbeiter in Vorträgen, Rollenspielen oder Seminaren, sich konstruktiv mit anderen Kulturen und kulturellen Gepflogenheiten auseinanderzusetzen.
Dieses Engagement wird von der Landesregierung Nord­rhein-Westfalen als vorbildlich bewertet: „Ich freue mich aus Unna zu hören, dass diese Vorhaben umgesetzt werden und kann diese Öffnung als Integrationsbeauftragter nur positiv bewerten, denn sie zielt auf Inklusion und Integration von Minderheiten und führt zu Chancengleichheit“, lobt Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.
„Interkulturelle Unterschiede sorgen leicht für Verständnislosigkeit“, heißt es bei der Caritas. Die daraus resultierenden Vorurteile machten die soziale oder pflegerische Arbeit mit Migranten erst kompliziert und führten im schlimmsten Fall zur Ausgrenzung von Menschen mit Migrationshintergrund. Die interkulturelle Öffnung solle dem entgegenwirken: Die Caritas-Mitarbeiter lernen in den verschiedenen Projekten Sprachbarrieren zu überwinden, erhalten einen besseren Einblick in die Kultur ihres Gegenübers und werden sicherer im Umgang mit Patienten mit Migrationshintergrund.
„Wir leben in einer Gesellschaft, die durch kulturelle, religiöse und weltanschauliche Vielfalt gekennzeichnet ist. Die gesellschaftlichen Veränderungen und Anforderungen machen es notwendig, sich auf die Realitäten einer Einwanderungsgesellschaft einzustellen“, erklärt Kufen. Der Verband im Kreis Unna sei mit seinen Projekten auf einem guten Weg, meint der Integrationsbeauftragte: „Gerade im Bereich der sozialen Dienste und im Gesundheitsbereich müssen Angebote und Maßnahmen so ausgerichtet sein, dass sie in den Regionen lebende Menschen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil wirksam erreichen.“


23.05.2012
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