Stimmungsvolle Einweihung in Würgendorf
Kapelle in neuem Glanz
Burbach-Würgendorf. Pfarrer Franz Künast wäre sicherlich stolz auf seine Gemeinde gewesen, hätte er die Vorabendmesse in der St.-Josef-Kapelle im siegerländischen Würgendorf noch miterleben können.
Von Dietmar Bieler
Am 15. August 1946 wurde er als erster fester Pfarrer vom Paderborner Erzbischof mit der Betreuung der Katholiken im südlichen Siegerland beauftragt. Auf seine Initiative hin wurde zwei Jahre später das ehemalige Transformatorenhaus der Dynamit Nobel AG unter tatkräftiger Mithilfe der Gemeinde zur St.-Josef-Kapelle umgebaut.
Seither nimmt das kleine Gotteshaus in der Diaspora eine besondere Rolle ein. Und das wird wohl dank der Initiative des Kirchenbauvereins auch noch viele Jahre so bleiben.
Der eigens für die Renovierung der Kapelle gegründete Kirchenbauverein hatte sich in den letzten Wochen daran gemacht, das Gebäude einer gründlichen Renovierung zu unterziehen. Zu Beginn der Einweihung blickte Markus Stahl in der noch leicht abgedunkelten Kapelle kurz zurück. Bei einem Ausflug der Männerrunde zu Vikar Markus Pohl sei man vor vier Jahren in abendlicher Runde auf den Zustand der Kapelle zu sprechen gekommen. Stahl: „Das war die Geburtsstunde des Kirchenbauvereins.“ Der wurde kurz darauf dann offiziell gegründet. „Wir wollen in den Zeiten, in denen andernorts Kirchen geschlossen werden, alles daran setzen, den Menschen in der Gemeinde Burbach die katholischen Gotteshäuser zu erhalten.“ Dies ist laut Stahl die zentrale Botschaft in der Vereinssatzung.
Danach habe man im Stillen erst einmal Geld für den finanziellen Grundstock gesammelt. Dank der Unterstützung durch Pastor Hans-Rudolf Pietzonka konnte auch das Erzbistum in Paderborn für die Idee gewonnen werden, die angepachtete Kapelle zu renovieren. Über 400 Arbeitsstunden im zurückliegenden Vierteljahr haben sich gelohnt. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, befand nicht nur Markus Stahl.
Während Kerstin Stahl und Gerd Moos „Shine your light“ anstimmten, drehte das Küsterehepaar Krätschmer die neue Beleuchtung heller, zündete Kerzen an. Erstmals erstrahlte die St.-Josef-Kapelle in neuem Glanz – und die Gemeinde strahlte mit.
Rund 9000 Euro an Spenden und Beiträgen sowie 5000 Euro vom Erzbistum ermöglichten die Verschönerungskur. Markus Stahl dankte allen Mitarbeitern, Spendern und denjenigen, die mit Gebeten und guten Gedanken das Vorhaben begleitet haben. Auch ein gespendetes neues Keyboard wurde passend zur Einweihung erstmals von Gerd Moos angestimmt.
Mit dem russischen Sprichwort „Das Schönste am Schenken ist das Leuchten in den Augen der Beschenkten!“ leitete Stahl zur Vorabendmesse mit Pastor Klaus Niggemann über.







