St.-Laurentius-Kirchengemeinde Löhne hofft bei Sanierung noch auf Spenden
Kalender für den Kirchturm
Löhne. Knapp zwei Jahre haben die Verantwortlichen um die Sanierung der St.-Laurentius-Kirche gekämpft, jetzt ist der Startschuss endlich gefallen: Der Kirchturm der katholischen St.-Laurentius-Gemeinde ist bereits mehrere Meter hoch eingerüstet, in sechs Wochen soll er dann komplett in neuem Glanz erstrahlen. Pfarrer Manfred Pollmeier und der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Heinrich Dieckmann, hoffen derweil noch auf Spenden für die Arbeiten, immerhin müsse die Gemeinde rund 14 000 Euro aus eigener Tasche beisteuern. Um die Kasse dafür in den kommenden Wochen ordentlich klingeln zu lassen, soll nun eine ausgefallene Idee in die Tat umgesetzt werden: So ist ab sofort ein Verkauf von selbst entworfenen Kalendern geplant.
von Stefan Niggenaber
Darauf abgebildet seien vor allem der rund 33 Meter hohe Kirchturm und der etwa drei Meter große Engel auf der Spitze, erklärt Heinrich Dieckmann. Löhnes einziger katholischer Kirchturm sei das auf jeden Fall wert, „schließlich ist er mittlerweile so etwas wie ein Wahrzeichen der Stadt“. Diesen allerdings zu sanieren, habe die Planer schon im Vorfeld vor große Herausforderungen gestellt. „Ein Sachverständiger bestätigte kürzlich unsere Befürchtungen“, erinnert sich Heinrich Dieckmann: Haarrisse in den Wänden. „Der Zahn der Zeit hat an unserem Wahrzeichen halt genagt“, habe sogar die Eisenverstärkung, die sogenannte Bewehrung, anrosten lassen. Den Turm einfach neu überzustreichen, nütze da wenig, weiß der Kirchenvorstand. Vielmehr habe man für die Sanierung jetzt eine Spezialfirma beauftragen müssen, Schmutz und Farbe mit einem Sandstrahlgerät zu entfernen. Anschließend soll der Kirchturm komplett gespachtelt und in einem letzten Schritt dann auch neu gestrichen werden.
Die Gesamtkosten der Sanierung beliefen sich derweil auf rund 111 000 Euro, so Dieckmann. Zwar werde der Großteil der Kosten vom Erzbistum Paderborn übernommen. Doch auch der Eigenanteil von 14 000 Euro könne eine 3 000-Seelen-Gemeinde vor große Herausforderungen stellen. Abhilfe soll da der von Pfarrer Manfred Pollmeier entworfene Kalender schaffen, dessen Erlös komplett in die Sanierung fließen soll.
Unterm Strich, da sind sich die Verantwortlichen einig, habe man in der St.-Laurentius-Gemeinde in den letzten Jahren allerhand bewegt. Neue Dächer für die Kirche, das Haus der Begegnung und das Pfarrhaus – jetzt noch der Kirchturm: „Wir haben unsere Kirchengemeinde fit gemacht“, sagt Heinrich Dieckmann, „fit für die Zukunft“. Und genau das sei das Anliegen des Kirchenvorstandes. „Das Gemeindeleben ist hier wirklich lebendig“, erzählt Dieckmann weiter. „Im Kirchenchor singen drei Generationen zusammen“, viele Gruppen engagierten sich ohne Wenn und Aber. Da sei es selbstverständlich, dass man solch gut funktionierenden Strukturen auch eine bauliche Basis für die Zukunft schafft.







