Aktuelle Ausgabe
2012-20

2009 gab es in den Kirchen der Nordstadt viel zu entdecken

Jubiläum war der Höhepunkt

In der Mitte mit der Standarte: Vikar Ansbert Junk mit Spielern und Trainer der Dortmunder Borussia.

Dortmund (-haus). Ein ereignisreiches Jahr 2009 liegt hinter den katholischen Kirchengemeinden in der Dortmunder Nordstadt: Dabei war es sicherlich das Jubiläum der Dortmunder Borussia, die insbesondere die Dreifaltigkeitskirche weit über kirchliche Kreise bekannt gemacht hat.

„Das war sicher ein Höhepunkt“, sagt auch Gemeindereferent Karsten Haug vom Pastoralverbund Dortmund-Nord-Ost. „Der Fußball erreicht eben unzählige Menschen – über alle Glaubensgrenzen hinaus.“ Das habe sich nicht zuletzt beim Abschlussgottesdienst des Jubiläumsjahres gezeigt, an dem neben zahlreichen „Offiziellen“ auch rund 250 „echte“ Fans „ihrer Borussia“ teilgenommen hätten.
Die Menschen in der Nordstadt zu erreichen, ist auch eines der Ziele, die sich die katholische Kirche in der Nordstadt gestellt hat. Und das hat sie nicht nur über das „Schwarzgelbe Jubiläum“ geschafft. „Es gab eine ganze Reihe von weiteren Aktivitäten, durch die es gelungen ist, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die mit der Kirche ansonsten keinen Kontakt haben“, fasst der Gemeindereferent zusammen.
Eine davon war die Sternsingeraktion, bei der zum ersten Mal das Pastoralteam wichtige Institutionen der Nordstadt besucht hat: Neben dem Vincenz-Heim und der Kana-Suppenküche auch die Kocatepe-Moschee, die evangelische Pfarrerin und das Quartiersmanagement am Borsigplatz. Karsten Haug: „Diese Idee stammte von unserem Vikar Ansbert Junk.“
Dabei seien nicht nur zahlreiche neue Kontakte geknüpft worden, sondern die katholische Kirche habe sich auch als ein wichtiger Teil des Stadtviertels gezeigt. „Dabei wollen wir aber nicht missionieren“, macht der Gemeindereferent deutlich. Selbstverständlich aber sei es, über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Das sei sehr wichtig: „Und es gelingt!“ Letztlich gehe es auch um die Frage, was eine Glaubensgemeinschaft für den Stadtteil tun könne: „So erleben uns Menschen positiv, die sonst mit Kirche nicht viel verbinden oder gar keinen Kontakt zu uns haben.“
Für dieses Jahr steht auch bereits ein wichtiger Termin fest: Ab dem 23. April ist die Ausstellung „Dies ist heiliger Boden“ im Rahmen des Kulturhauptstadt-Projektes zu sehen. Darin werden Fotos von Menschen und besonderen Orten in der Nordstadt gezeigt. Eröffnet wird die Ausstellung mit einem „Stadtteilgebet“.
Zurzeit ist in der Josephskirche an der Heroldstraße noch die Ausstellung „100 Jahre Nordmarkt“ zu sehen.
Der Kontakt zur Borussia soll in diesem Jahr ebenfalls nicht abreißen. Bereits jetzt, so Karsten Haug, sei geplant, den Martinsumzug und die Nikolaus-Feier gemeinsam mit dem BVB zu gestalten.





23.05.2012
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