St. Jodokus läutet 500. Geburtstag ein und möchte in jedem Monat andere Akzente setzen
„Jubiläum in die ganze Stadt tragen“
Bielefeld. Ein dumpfes Hämmern hier, schrille Bohrer dort. Und während auf dem Klosterplatz schon seit dem Morgengrauen eine ganze Armada von Handwerker-Bullis die Stellung hält, weist eine durchsichtige Plastik-Plane zwischen massiven Baugerüsten hindurch den staubigen Weg ins Pfarrhaus: Noch gleicht St. Jodokus einer einzigen Baustelle, doch nicht etwa ohne Grund: Zum 500. Weihetag putzt sich die Bielefelder Stadtgemeinde ordentlich heraus. Doch die Verantwortlichen um Pfarrer Josef Holtkotte wollen das Jubiläum nicht bloß optisch, sondern auch inhaltlich glänzen lassen. Ihr Plan: Unter Einbeziehung zahlreicher kirchlicher Einrichtungen und Gruppen sollen durch dutzende Veranstaltungen – von gesellig bis geistlich – in jedem Monat ganz unterschiedliche Akzente gesetzt werden. Auf diesem Wege wolle man das Jodokus-Jubiläum weit über den Klosterplatz hinaus und übers Jahr verteilt in die ganze Stadt tragen.
von Stefan Niggenaber
Während der letzten Wochen und Monate hätten insgesamt drei Arbeitsgruppen ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, erzählt Pfarrer Josef Holtkotte im Gespräch mit der Redaktion. Dabei gehe es den Organisatoren nicht nur darum, die eigene Kirchengemeinde zu erreichen, sondern eine Botschaft in die ganze Stadt zu tragen. Einige Highlights hätten es derweil ganz besonders in sich, verspricht Josef Holtkotte. So werde beispielsweise die St.-Jodokus-Kirche am Sonntag, 27. März, endlich feierlich wiedereröffnet. Unter der Überschrift: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen“ lockt an diesem Tag ein Pontifikalamt mit Weihbischof Matthias König sowie die Weihe des neuen Altars und Vorstellung des neuen Kreuzgangs an den Bielefelder Klosterplatz. Bistumsweit für Interesse sorgen soll auch der sogenannte Sonntag der Berufung zum Christsein in Kooperation mit der Diözesanstelle Berufungspastoral in Paderborn am 15. Mai, der sich nicht bloß um die priesterliche Berufung drehen soll. „Nein“, erklärt Holtkotte, „vielmehr wollen wir den Tag nutzen, um auch nach christlicher Berufung im Allgemeinen zu fragen.“ Neben dem unumstrittenen Höhepunkt im Jubiläumsjahr, einem Pontifikalamt zum 500. Weihetag mit Erzbischof Hans-Josef Becker am Sonntag, 10. Juli, samt Gemeindefest und Klostermarkt, sticht auch eine ganz besondere Ausstellung aus dem Veranstaltungskalender heraus. Diese soll am Mittwoch, 8. Juni, ihre Türen öffnen. Als lebendiges Zeugnis franziskanischer Spiritualität in Bielefeld dokumentiert die Ausstellung das Wirken der Franziskaner, die einst vom Jostberg zum Klosterplatz zogen und damit auch den Grundstein der heutigen St.-Jodokus-Kirchengemeinde legten. Des Weiteren wird hinter den Kulissen derzeit fieberhaft an einem besonderen Buch gearbeitet – einer Historie, die die 500-jährige Kirchengeschichte dokumentieren soll. „Menschen schildern dabei unter anderem ihre Erinnerungen an frühere Zeiten“, gibt Karl-Heinz Steinbild vom Gesamt-Pfarrgemeinderat schon mal einen kleinen Vorgeschmack. Anfang Juli soll das Buch erscheinen.
Um auf das Jubiläum letztlich auch nach außen hin sichtbar aufmerksam zu machen, hat das Organisatoren-Team ein eigenes Logo anfertigen lassen. Auch Auto-Aufkleber sowie ein Handzettel mit einem eigenen Jubiläums-Gebet sollen die Jubiläumsbotschaft in den kommenden Wochen und Monaten in der ganzen Stadt verkünden. Ein detaillierter Flyer mit den einzelnen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr steht im Internet zum Download bereit unter www.stjodokus.de







