Die Caritas Hamm erweitert ihr Angebot in der ambulanten Familienhilfe
Ist doch „Ehrensache“
Hamm. Wenn der Klapperstorch auch noch Nachwuchs im Doppelpack zum vorhandenen Kindersegen beschert, der Behördendschungel Kopfzerbrechen bereitet, die Mutter einfach mal ein paar Minuten für sich haben möchte, ein guter Freund oder eine Freundin fehlen, eben wenn die Wogen im Lebenslauf mal höher schlagen als gewohnt, dann sind es die vielen Ehrenamtlichen mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, die in die Bresche springen.
von Elisabeth Plamper
Menschen, die helfen wollen, treffen auf Menschen, die in ihrem momentanen Lebensabschnitt Unterstützung brauchen, das ist der Grundgedanke des neuen Projektes „Ehrensache – ehrenamtliche Unterstützung für Familien“ der Caritas-Familienhilfe.
Es soll zunächst im Bezirk Mitte und im Hammer Westen angeboten werden. Koordinatorin Beate Lütkenhaus bringt die Familien, die sich Unterstützung wünschen und Ehrenamtliche, die helfen wollen zusammen. „Die Familien melden bei uns ihren Bedarf an“, erklärt die Sozialarbeiterin. „Ich besuche sie dann zu Hause und wähle später einen Ehrenamtlichen, der den Erwartungen der Familie am besten entsprechen könnte, aus unserem Angebot aus.“ Denn wer als Ehrenamtlicher das Projekt unterstützen möchte, meldet sich ebenfalls bei ihr.
Als ehrenamtlicher Helfer sollte dieser mindestens zwei Stunden in der Woche Zeit für seinen „Dienst“ haben. Wichtig sei auch, sich selbst zurücknehmen zu können, seine Erfahrungen zwar einzubringen, aber seine Lebenssituation nicht auf die Familie zu übertragen. Sympathie für Kinder, Akzeptanz anderer Lebensentwürfe und Kulturen und die Bereitschaft zur Teamarbeit sollten ebenfalls mitgebracht werden. Als Projektleiterin übernimmt Beate Lütkenhaus auch die Schulungen und organisiert Fortbildungen, die auf Arbeit in den Familien vorbereiten. Vorgesehen sind außerdem 14-tägige Treffen, um unter professioneller Anleitung Erfahrungen auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und neue Ideen zu entwickeln.
Von dem Angebot sollen vorrangig Familien, die sozialpädagogische Hilfe erhalten haben, aber auch Alleinerziehende oder Migranten, die lebenspraktische Unterstützung brauchen, profitieren. „Das Ehrenamt kann professionelle Hilfe nicht ersetzen oder reduzieren, aber einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten“, betont Carmen Plaep, Leiterin der Mobilen Familienhilfe. Es seien oft die Kleinigkeiten, die den Familien Schwierigkeiten bereite, besonders wenn das soziales Netzwerk fehle.
„Wie groß der Bedarf in Zukunft sein wird, müsse sich zeigen“, erklärt Reiner Holtmann, Abteilungsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Das Projekt stehe ja noch am Anfang. Angestrebt werde eine Betreuung von mindestens neun Familien. Das bis Ende 2011 befristete Projekt wird finanziert von
Info
Vier Helfer sind bereits gefunden. Weitere Interessierte können sich bei der Caritas Familienhilfe und Beratung, Mobile Familienhilfe, Brüderstraße 33, 59065 Hamm, Tel. 0 23 81/ 3 77–120, Fax 0 23 81/3 77–122, mobil 01 57/84 92 53 54, E-Mail: info.mobilefamilienhilfe@caritas-hamm.de melden. Ansprechpartnerin ist Beate Lütkenhaus, Dipl. Sozialarbeiterin, Caritasverband Hamm, Franziskanerstraße 3, 59065 Ha







