SKM Lippstadt erhält erstmals verliehenen Innovationsförderpreis des eigenen Diözesanverbandes
Internationaler Mehrgenerationengarten
Brakel-Gehrden (gv). Das Projekt „Internationaler Mehrgenerationengarten“ in Lippstadt erhält den erstmals verliehenen Innovationsförderpreis der Sozialdienste katholischer Frauen und Männer im Erzbistum Paderborn (SkF und SKM). Jury-Vorsitzender Dr. Richard Böger von der Bank für Kirche und Caritas überreichte den Vertretern der Einrichtung Urkunde und Wanderpreis im Rahmen der Delegiertenversammlung der Sozialeinrichtungen in Schloss Gehrden bei Brakel.
An dem Wettbewerb hatten sich die SkF- und SKM-Ortsvereine in der Diözese beteiligt. Der Preis ist mit 5 000 Euro für den Sieger und 3000 Euro für den Zweitplatzierten dotiert.
In Nachbarschaft des SKM-Bewohnerzentrums in einem sozialen Brennpunkt in Lippstadt entsteht seit Frühjahr 2008 ein Mehrgenerationengarten. Der Garten wird unter Anleitung des SKM von Bewohnern und Gruppierungen des Stadtteils angelegt und gemeinschaftlich genutzt. In dem Stadtteil leben rund 1 500 Ausländer und etwa 2 500 Spätaussiedler sowie überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche und Senioren. Im Mittelpunkt steht die Vision, über das gemeinsame Handeln an einem neutralen Ort „vor der Haustür“ die Bewohner zu binden und zu verbinden. Umgesetzt werden die Bedürfnisse, Ideen und Interessen der Bewohner. So ist bisher eine Boulebahn, ein Außenschachfeld, ein Pavillon mit Grillplatz, eine Bühne, ein Brotbackofen, ein Sinnespfad und ein Naschgarten entstanden. Acht Gartenbeete werden durch unterschiedliche Gruppen Familien, Kindergärten und soziale Dienste bearbeitet. In diesem Jahr entstehen Bewegungsangebote für Kinder, Erwachsene und Senioren.
Der zweite Preis ging an das Projekt „Mein Kind wird fit – ich mach mit“ des KSD Hamm. Seit 2006 werden dort Menschen mit ausländischen Wurzeln in Erziehungs- und Bildungsfragen geschult und geben anschließend ihre Kenntnisse und Erfahrungen weiter, um andere Migranten zu unterstützen. Bis zum Sommer 2008 wurden 38 Mittler geschult, die in 85 Veranstaltungen 652 Mütter und Väter erreichten. Damit gelingt es dem Projekt, eine Zielgruppe anzusprechen, die bestehende Bildungsangebote selten oder überhaupt nicht nutzt. Die Teilnehmer werden sensibilisiert für drohende Schwierigkeiten und schulische Defizite ihrer Kinder. Folge: Ausländische Eltern werden häufiger präventiv tätig. Das Projekt soll fortgesetzt und auf andere Stadtteile ausgeweitet werden.
Der Innovationsförderpreis wird in Zukunft alle zwei Jahre verliehen.








