Aktuelle Ausgabe
2012-20

Beim Ehemaligentreffen der KFH-Absolventen gehen die Erinnerungen an die Anfänge zurück

In Hauspantoffeln zur Vorlesung

Über 100 Teilnehmer begrüßte die Dekanin des Fachbereichs Theologie, Prof. Dr. Agnes Wuckelt (vorne links) beim Ehemaligentreffen der Hochschule. Unter ihnen auch Adelheid Timpe (vorne rechts), Studentin der ersten Stunde vor 33 Jahren. oto: Vieler

Paderborn. Seit 33 Jahren sei sie jetzt „die Frau von der Kirche“, wie Kinder es manchmal sagten. Adelheid Timpe (54) ist im Bistum Essen in der Krankenhausseelsorge tätig und war Studentin der ersten Stunde an der Katholischen Fachhochschule Paderborn. Der Fachbereich Theologie hatte jetzt unter neuem Namen, KatHo, zum Ehemaligentreffen eingeladen. Über 100 jetzige Gemeindereferenten schnupperten in ihrer alten Schule.

von Gerd Vieler

1975, erinnert sich Adelheid Timpe, hätten die Uhren noch anders getickt. Sowohl für Lehrende und Studierende sei die neue Schulform als Nachfolge der Ausbildung von Katecheten und Seelsorgerhelferinnen noch neu gewesen. Entsprechend groß auch die eigenen Möglichkeiten, das Neue auszugestalten. Sie hat gute Erinnerungen an ihre Ausbildungszeit im allerersten Semester der neuen Hochschule. Viel Ermutigung habe sie damals erfahren, den neuen Weg anzufangen, auch wenn die Konzepte noch nicht ausgereift gewesen seien. Dafür habe sie aber in Hauspantoffeln zur Vorlesung gehen können. Denn das Wohnheim Pauluskolleg für die angehenden Gemeindereferenten sei im gleichen Haus, dem ehemaligen Priesterseminar, gewesen. Jetzt, so habe sie beim Rundgang als große Veränderung festgestellt, habe sich das Haus im Inneren total verändert. Schließlich sei sie nach Abschluss des Studiums 1978 zum ersten Mal bei einem Ehemaligentreffen dabei.
Viel Elektronik habe Einzug gehalten. Und auch die Cafeteria hätte es damals noch nicht gegeben, stellt sie im Rückblick auf ihr Studium fest. Positiv im Fächerkanon seien ihr die vielen Wahlmöglichkeiten aufgefallen, sagt die Ehemalige. Viele Themen seien völlig neu sowie sich auch das Berufsbild der Absolventen völlig verändert habe. 

 

Seit einigen Wochen hat die frühere Katholische Fachhochschule (KFH) einen neuen Namen: KathHo. Nur in der Abteilung Paderborn gibt es den dreijährigen Studiengang Religionspädagogik / Fachbereich Theologie. Ansonsten bilden die Abteilungen in Aachen, Köln, Münster und Paderborn Studierende in sozialen Berufen wie Sozialpädagogik aus. 142 Studierende und damit angehende Gemeindereferenten gibt es im Fach Religonspädagogik. Zu Hochzeiten waren es rund 250. Sie kommen aus den Bistümern Aachen, Berlin, Essen, Fulda, Hamburg, Hildesheim, Köln, Magdeburg, Münster, Osnabrück und Paderborn. Sieben hauptamtliche und 22 nebenamtlich Lehrende sind zurzeit tätig. Nach der Neuordnung endet das Studium mit dem „Bachelor of Arts“.


23.05.2012
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