Förderverein Hospiz Hamm unterstützt „Am Roten Läppchen“ mit dritter Oldtimer-Rallye
Hilfe auf heißen Reifen
Hamm. Wenn der Tod nicht überraschend kommt, sondern der Weg dorthin ein Teil des Lebens wird, dann braucht der Mensch in seinen letzten Monaten, Tagen und Stunden in vielen Fällen Hilfe und Unterstützung. Im christlichen Hospiz „Am Roten Läppchen“ finden Menschen seit 2004 während dieser Lebensphase in einem Netzwerk aus Pflege, Medizin, Seelsorge, psychischer und sozialer Betreuung ein Zuhause. Der entsprechende Förderverein wurde Ende 1999 gegründet und versteht sich als „Motor der Hospizidee in Hamm“. Die Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, in der Gesellschaft für die Idee Hospiz zu werben, Organisation und Ausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter zu unterstützen und mit attraktiven Aktionen und Spendensammlungen ihren Anteil an den Unterhaltskosten für das Hospiz zu leisten.
von Elisabeth Plamper
Ein besonderes Highlight in Kooperation mit dem Stadtmarketing Hamm und dem 1. Hammer Oldtimer-Register im AMC Hamm ist die alljährliche Oldtimer-Rallye unter dem Motto: „Hamm erFahren“, mit einem längeren Zwischenstopp vor der Pauluskirche, wo die „Schnauferl“, chromblitzenden Karossen und „Schätzchen“ von jedermann ausgiebig bestaunt werden können. An einem Info-Stand informiert dann der Förderverein Hospiz Hamm sowohl über die Wohltätigkeitsveranstaltung selbst, als auch über seine Arbeit und über das Hospiz „Am Roten Läppchen“. Spontane Spenden von Besuchern auf dem Kirchplatz werden in einer großen Spardose, die einem Fachwerkhaus ähnelt, gesammelt. Vertreter der beteiligten Institutionen und des Vereins selbst gehen zudem mit einer Spendendose über den Platz, wenn die Liebhaber von Oldtimern von Auto zu Auto schlendern und auch einmal neugierig einen Blick unter die Motorhaube werfen. Auch Pfarrer Bernd Mönkebüscher von der St.-Agnes-Gemeinde war für das Hospiz mit der Sammeldose unterwegs.
Einer der zahlreichen Teilnehmer an der Rallye in diesem Jahr war Dr. Egbert Ostermann vom Rotary-Club Hamm. Für ihn ist es nicht nur als Oldtimer-Fan und -Besitzer eines schmucken Jaguars ein Muss, dabei zu sein, sondern auch der Rotary-Club unterstützt als solcher die Hospizarbeit. Begleitet wurde er von seinem Sohn Lukas, der die Aufgabe hatte, den Streckenverlauf nach Karte anzusagen. Die Route führte von Hamm bis nach Schwerte und zurück. Auf dem Motorrad absolvierten Bernd und Claudia Adler die Tour. „Wir fahren für das Hospiz mit, auch um zu zeigen, dass diese Arbeit wichtig ist.“ Claudia Adler ist Krankenschwester auf der Intensivstation in einem Dortmunder Krankenhaus. „Da hat man Kontakt zu vielen Menschen und ist mit dem Thema vertraut.“
Während der Rallye mussten die Fahrer Aufgaben bewältigen, z. B. bis auf einen bestimmten Abstand an ein Hindernis heranfahren. Die Aufgaben waren zum Teil sehr anspruchsvoll und schon eine Herausforderung, so der Tenor. Im Kurhaus wurden dann am Abend die Gewinner in den verschiedenen Kategorien geehrt. Doch der eigentliche Gewinner der Rallye war nunmehr zum dritten Mal das Hospiz „Am Roten Läppchen“.
Das Angebot der Hospizeinrichtung ist vielfältig. Die nächste Veranstaltung findet am 16. November 2010, um 19 Uhr in der Luther-Kirche in Hamm statt. Im Rahmen einer Autorenlesung stellt Ina M. König ihr Buch „Die Liebe hört niemals auf – Verbunden sein über den Tod hinaus“ vor. Darin zeigt sie spirituelle Wege durch die Trauer. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, bricht dann eine Welt zusammen? Doch ist mit dem Tod auch die Liebe zu Ende? Wie lasse ich los? Das sind nur einige Fragen, denen sensibel und einfühlsam bei dieser Veranstaltung nachgegangen werden soll.







