200 Kinder und Erwachsene beim Gottesdienst am Ententeich
„Gott kommt“
Bruchhausen. Zu einem Gottesdienst an einem besonderen Ort waren die Gemeindemitglieder der Pastoralverbünde Röhr/Ruhr und Kloster Oelinghausen, die sich auf dem Weg zu einer künftigen Großpfarrei befinden, eingeladen, um sich gegenseitig näherzukommen und kennenzulernen.
Der Gedanke, die Begegnung mit Gott und Gottesdienst nicht nur auf sakrale Räume zu beschränken, sondern unter dem Motto: „Gott kommt …“ mitten in den Alltag von Menschen zu bringen, dorthin, wo Menschen leben und arbeiten oder auch ihre Freizeit verbringen, steht hinter dem Konzept der Gottesdienste an besonderen Orten.
Der erste Schauplatz dieser neuen Gottesdienstreihe war der idyllische Ententeich in Bruchhausen, seit jeher ein Ort der Begegnung. Wanderer und Radfahrer kommen hier des Weges, Menschen aller Generationen verweilen hier und genießen die Natur und vor allem die Kinder lieben den Ententeich und kommen, um die vielen Enten, Gänse und Hühner zu füttern.
Bei fantastischem Sommerwetter fanden sich hier nahezu 200 Menschen ein, um miteinander zu singen und zu beten. „Gottes Schöpfung mit allen Sinnen wahrnehmen“ war das Thema und so lud Vikar Petrat die Anwesenden im Verlauf des Gottesdienstes zu einem zehnminütigen Sinnes-Spaziergang am Ententeich ein, um visuelle Eindrücke, Geräusche und Düfte bewusst aufzunehmen. Die Kinder konnten im Hühnerstall ihren Tastsinn ausprobieren, im Bauerngarten an verschiedenen Kräutern riechen und ihren Geschmackssinn an besonderen Wassersorten testen. Moderne Gesänge mit der Caritas-Musikgruppe „Regenbogen“ und das Vaterunser mit Gesten rundeten diesen un-gewöhnlichen Gottesdienst ab.
Zum Schluss gab es noch einen besonderen Höhepunkt. Die Kinder bekamen Jungtauben in die Hand gesetzt und ließen diese begeistert fliegen, als Symbol für den Frieden und den alles durchdringenden Geist Gottes.
Die überaus positive Resonanz auf diesen Gottesdienst bestärkte die zehnköpfige Projektgruppe, einen weiteren Gottesdienst in dieser Reihe zum Ende des Jahres durchzuführen. Als besonderer Gottesdienstort ist dann die Werkhalle eines Industrieunternehmens geplant.




