Jugendhilfe-Zentrum verabschiedet Rainer Seemer
Geprägt von Nächstenliebe
Dortmund. Mit einem Festakt verabschiedete das St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. am vergangenen Dienstag seinen langjährigen ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Rainer Seemer. Seit 1979 war Seemer Kuratoriumsmitglied des Vereins. Bereits ein Jahr später wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Seit 1989 war er als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender tätig.
von Anna Petri
Ob sich Rainer Seemer für seine Verabschiedung aus diesem Amt ausgerechnet das Jahr des Ehrenamts 2011 ausgesucht habe, lies Hildegard Chorhummel, Nachfolgerin von Seemer als Vorstandsvorsitzende in ihrer Dankesrede offen. Stattdessen würdigte sie die wertvolle Arbeit Seemers, durch die er maßgeblich zur positiven Weiterentwicklung des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrums beigetragen habe.
Das St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum in Dortmund betreut etwa 280 Kinder und Jugendliche, die aufgrund psychosozialer Belastungen erzieherische Hilfen sowie Hilfen zur Persönlichkeitsentwicklung benötigen. In der Einrichtung werden jungen Menschen, die belastende Lebenssituationen durchgestanden haben, neue Entwicklungsperspektiven gegeben. In vielfältigen Wohn- und Betreuungsformen erhalten die jungen Menschen pädagogische und therapeutische Unterstützung. Das Angebot reicht von Wohngruppen für Kinder und Jugendliche über einen intensivpädagogischen Bereich bis zu teilstationärer und ambulanter Betreuung.
Auch zwei staatlich anerkannte Förderschulen stehen unter Trägerschaft des Jugendhilfe-Zentrums. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1901 als damaliges Vincenzheim, Zufluchtshaus für Mädchen und junge Frauen in Notlagen. Aus dieser Gründung entwickelte sich der freie katholische Trägerverein St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. „Rainer Seemer steht somit in einer langjährigen Tradition, sich für benachteiligte Jugendliche einzusetzen“, fügte Hildegard Chorhummel hinzu.
Aufgrund seiner 32-jährigen Mitgliedschaft im Kuratorium sei Rainer Seemer über ein Viertel des Bestehens für den Verein aktiv gewesen, würdigte ihn seine Nachfolgerin. Entsprechend des christlichen Menschenbildes, in dessen Tradition das Jugendhilfe-Zentrum wurzelt, sei Seemers Tätigkeit stets von großer Nächstenliebe geprägt gewesen.
Hans-Josef Langesberg, Geschäftsführer des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrums stellte vor allem den Beitrag in den Vordergrund, den Seemer während seiner Tätigkeit für den Verein geleistet habe und dankte ihm für sein selbstloses Wirken und sein außergewöhnliches Engagement. „Dank der Mithilfe von Rainer Seemer hat sich das St.-Vincenz-Zentrum zu einer modernen Jugendhilfe-Einrichtung entwickelt“, lobte der Geschäftsführer den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden. Es falle ihm schwer, Rainer Seemer heute zu verabschieden, den er auch besonders als Mensch sehr zu schätzen gelernt habe.
Für seine solide und stabile Finanzpolitik wurde Seemer vom Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses der Stadt Dortmund, Friedhelm Sohn, gewürdigt. Sohn wünschte ihm alles Gute und Gottes Segen für seinen „Unruhestand“.







